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Orkan Wetter Deutschland: "Xaver" – Hamburg erwartet Sturmflut

Der Orkan «Xaver» tobt über Norddeutschland. Zwar verlief das Unwetter zunächst relativ glimpflich, aber die Menschen bangen weiter. Am Freitag drohen schwere Sturmfluten.
«Landunter» auf der nordfriesischen Hallig Langeneß –  Orkantief Xaver tobt über Norddeutschland, am Freitag drohen schwere Sturmfluten. Foto: dpa Bilder > «Landunter» auf der nordfriesischen Hallig Langeneß – Orkantief Xaver tobt über Norddeutschland, am Freitag drohen schwere Sturmfluten. Foto: dpa
Hamburg. 

Orkantief «Xaver» hat trotz hoher Windgeschwindigkeiten bislang nur kleinere Schäden in Norddeutschland angerichtet. Die Hamburger Innenbehörde warnte aber vor einer sehr schweren Sturmflut in der Hansestadt.

Das Wasser werde am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr auf 6,10 Meter über Normalnull (NN) steigen, sagte ein Sprecher. Das Unwetter hatte in Nordeuropa das Leben von Millionen Menschen lahmgelegt und Menschenleben gefordert. In Deutschland gab es bislang trotz extremer Böen von teilweise bis zu 155 Stundenkilometern nur einige Unfälle mit Verletzten.

 

Bilderstrecke Orkan «Xaver» bringt Sturmflut und Schnee
Bei starkem Wind kippte der tschechische LKW auf der Autobahn um, der Fahrer wurde bei dem Unfall verletzt und es entstand ein kilometerlanger Stau. Foto: Bodo Schackow"Winter" heißt eigentlich Winterberg: Der Wegweiser zum nordhessischen Wintersport-Ort ist eingeschneit. Foto: Uwe ZucchiDer Hamburger Fischmarkt steht unter Wasser. Foto: Bodo Marks

Die Behörden in Hamburg rüsten sich für die Sturmflut: Weite Teile des Hafens wurden am frühen Morgen gesperrt, Menschen mussten die tiefer gelegenen Gebiete entlang der Elbe verlassen. Die Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter und 9,25 Meter über NN.

Die Auswirkungen der Naturgewalten blieben bis zum Freitagmorgen trotz aller Befürchtungen verglichen mit dem Oktober-Orkan «Christian» deutlich geringer. Die Einsatzkräfte wurden weniger häufig angefordert, um umgeknickte Bäume zu räumen und um Bauzäune sowie Dächer zu sichern. In Hamburg rückte die Feuerwehr bis zum Abend rund 300 Mal aus. Dagegen war sie beim Oktober-Orkan schon an einem Tag allein knapp 2000 Mal im Einsatz.
 



Bei Hannover wurde ein Kleinbus mit behinderten Schülern von einer starken Böe erfasst und in einen entgegenkommenden Wagen gedrückt. Dabei wurde ein 68-Jähriger schwer verletzt, sechs weitere Menschen leicht. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt, als ein Auto durch eine Windböe in den Gegenverkehr gedrückt wurde.

In Elmshorn bei Hamburg prallte eine Regionalbahn an einem Bahnübergang gegen einen umgestürzten Baum. Der Zugführer wurde leicht verletzt. Ein Zug der Hamburger Hochbahn fuhr gegen einen umgestürzten Baum und entgleiste. In Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern deckte «Xaver» das Dach eines Supermarktes ab.

Die Küsten hielten den Wassermassen bislang stand: «Die Deiche sind mächtig und stabil», hatte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) gesagt. Noch am späten Abend hatte eine zweite Welle des Orkantiefs mit extremen Böen die Nordseeinsel Sylt erreicht.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden in List auf Sylt in der Nacht um 1.00 Uhr Windgeschwindigkeiten von 148 Kilometern pro Stunde erreicht. Am Leuchtturm Kiel wurden 144 Stundenkilometer gemessen. Auf dem Brocken im Harz erreichte «Xaver» gar eine Spitzengeschwindigkeit von 155 Stundenkilometern.

Wasserstandsvorhersage BSH

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