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Urteil: Zwei Fahrer wegen illegalen Autorennens vor Gericht

Premiere bei der Augsburger Justiz: Erstmals müssen sich Autofahrer dort wegen des neuen Paragrafen gegen illegale Autorennen verantworten. Die Männer sollen sich das Rennen geliefert haben - einen Tag nachdem das neue Gesetz in Kraft getreten war.
Ein Banner mit der Aufschrift "Rennen enden im Knast!" wird im Rahmen einer Kampagne gegen illegale Autorennen präsentiert. Foto: Steffen Schmidt/Archiv Ein Banner mit der Aufschrift "Rennen enden im Knast!" wird im Rahmen einer Kampagne gegen illegale Autorennen präsentiert.
Augsburg. 

Wegen eines illegalen Autorennens müssen sich zwei junge Männer heute vor dem Augsburger Amtsgericht verantworten.

Die beiden Angeklagten sollen sich am 14. Oktober 2017 - einen Tag, nachdem ein neues Gesetz gegen Autorennen in Kraft getreten war - zusammen mit einem dritten Fahrer auf einer Bundesstraße in Augsburg ein Rennen geliefert haben. Eine Zivilstreife der Polizei hatte dies damals beobachtet.

Wegen der zunehmenden Zahl von unerlaubten Autorennen auf öffentlichen Straßen hatte der Gesetzgeber im vergangenen Jahr einen neuen Straftatbestand geschaffen. Bis dahin wurden die Rennen nur als Ordnungswidrigkeit geahndet, wenn es zu keinen Unfällen kam. Der neue Paragraf 315d des Strafgesetzbuches, nach dem die Männer nun in Augsburg angeklagt sind, trat am 13. Oktober in Kraft.

Die 23, 24 und 27 Jahre alten Männer erhielten nach dem mutmaßlichen Rennen durch Augsburg Strafbefehle über 4500 bis 6000 Euro, die Führerscheine wurden eingezogen und eine Sperre zur Neuerteilung einer Fahrerlaubnis von sieben Monaten festgelegt. Alle drei Männer legten gegen die Strafbefehle Einspruch ein, so dass die Vorwürfe nun in einem öffentlichem Prozess verhandelt werden. Der jüngste der drei Fahrer hat wenige Tage vor der Verhandlung seinen Strafbefehl allerdings akzeptiert und den Einspruch zurückgezogen. Deshalb stehen nun nur noch zwei Angeklagte vor Gericht.

(dpa)

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