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Zwei Tote bei Brand in Köln

Unglück oder doch ein Anschlag? - Die Polizei steht nach dem tödlichen Feuer in einem Kölner Mehrfamilienhaus mit ihren Ermittlungen noch am Anfang. Zwei Menschen starben im dichten Rauch.
Neun Menschen wurden bei einem Wohnhausbrand in Büdingen verletzt. (Symbolbild Feuerwehr) Foto: dpa Neun Menschen wurden bei einem Wohnhausbrand in Büdingen verletzt. (Symbolbild Feuerwehr)
Köln.  Bei einem Brand in einem Kölner Mehrfamilienhaus sind am Osterwochenende zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 30-jähriger Mann und eine 19-jährige Frau erstickten im dichten Rauch, 13 Menschen wurden verletzt. Unter den Verletzten waren nach Polizeiangaben viele Menschen mit türkischen Wurzeln. Das Feuer könnte im Hausflur ausgebrochen sein. Nach Informationen aus Ermittlerkreisen wurde zunächst kein Brandbeschleuniger gefunden. Sachverständige sollten das Haus untersuchen. «Das muss man erst mal alles abwarten», sagte eine Polizeisprecherin am Montag.

   Das Feuer war am Samstagabend in dem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Höhenberg ausgebrochen. Der Brand könnte nach ersten Erkenntnissen an einem Kinderwagen im Eingangsbereich des Hauses entstanden sein. Die Ermittler hatten Reste des Kinderwagens gefunden. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben «in alle Richtungen». Zunächst würden alle Aspekte des Brandgeschehens gesammelt, sagte ein Polizeisprecher.

   Die Feuerwehr fand die Leichen des 30-jährigen Mannes und der 19-jährigen Frau im verqualmten Hausflur. Der Mann habe die Bewohnerin des Hauses besucht. Beide wollten wohl durch das verqualmte Treppenhaus nach draußen flüchten. «Sie haben es nicht mehr geschafft», sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei erwartete neue Ermittlungsergebnisse erst für Dienstag.

   Die Rettungskräfte fuhren am späten Samstagabend mit einem Großaufgebot zu dem Einsatz im Stadtteil Höhenberg. Beim Eintreffen der Feuerwehr schrien Menschen an den Fenstern um Hilfe. Dichter Qualm im Treppenhaus machte die Flucht unmöglich. Die Helfer holten Bewohner über Drehleitern aus dem Haus, gleichzeitig suchten zwei Trupps unter Atemschutz den Hausflur nach Opfern ab. Dabei fanden sie die beiden Toten.

   26 Verletzte wurden in einem Rettungsbus von Notärzten untersucht und versorgt. 13 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Sie erlitten vor allem Rauchgasvergiftungen. Insgesamt sollen über 30 Bewohner in den Haus gelebt haben. Die Überlebenden kamen bei Verwandten und Bekannten unter.
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