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Drama in Istanbul: Zwölf Tote bei Feuer in Mädchenwohnheim

Die Mädchen sprangen aus dem Fenster, um sich vor den Flammen zu retten. Für viele kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Brand in einem türkischen Wohnheim löst Entsetzen aus. Die Feuertreppe soll verschlossen gewesen sein.
Bei einem Brand in einem Mädchenwohnheim in der südtürkischen Stadt Adana sind zwölf Menschen getötet worden. Foto: Dha Via Depo Photos Bei einem Brand in einem Mädchenwohnheim in der südtürkischen Stadt Adana sind zwölf Menschen getötet worden. Foto: Dha Via Depo Photos
Istanbul. 

Bei einem Brand in einem Mädchenwohnheim in der südtürkischen Provinz Adana sind elf Schülerinnen und ein Lehrer getötet worden. Die Ursache des Brandes vom Dienstagabend sei nach wie vor unklar, meldete die Nachrichtenagentur DHA heute.

Es werde ein Kurzschluss im Stromkasten vermutet. 22 Schülerinnen wurden laut DHA verletzt und in die umliegenden Krankenhäuser gebracht.

Entgegen der Angaben von Dienstagabend, nach denen in dem Heim etwa 200 Schülerinnen untergebracht seien, hieß es nun, 32 Schülerinnen seien beim Ausbrauch des Feuers im Wohnheim gewesen. Nach Angaben des Bürgermeisters von Adana, Hüseyin Sözlü, sind die Opfer zwischen 11 und 14 Jahre alt.

Der Brand brach laut DHA im Eingangsbereich aus und breitete sich schnell aus, weil ein Großteil des Gebäudes aus Holz besteht. Der Sender CNN Türk berichtete unter Berufung auf Sözlü, die Türen zur Feuertreppe seien verschlossen gewesen. Die Schlafräume hätten sich im obersten Stockwerk des Hauses befunden. In Panik seien einige Schülerinnen aus dem Fenster gesprungen, um sich vor den Flammen zu retten.

Die Schülerinnen hätten die Scheiben zerschlagen, berichtete CNN Türk weiter. Viele seien vom einstürzenden Dach erschlagen worden. Die Feuerwehr habe den Brand erst nach drei Stunden unter Kontrolle bringen können.

Innenminister Süleyman Soylu und Familienministerin Fatma Betül Sayan Kaya reisten noch am Abend zum Unglücksort. Kaya sagte, die Hintergründe des Feuers würden untersucht, insbesondere die Behauptungen, dass die Türen zum Notausgang verschlossen gewesen seien. Psychologen seien vor Ort, um die betroffenen Familien zu unterstützen.

(dpa)
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