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Umstritten: Abschiebeflug nach Afghanistan hebt um 18 Uhr ab

Der Konflikt mit den radikalislamischen Taliban hat sich in Afghanistan drastisch verschärft. Landesweit gibt es Anschläge und Gefechte. Trotzdem werden am heutigen Mittwoch Flüchtlinge dorthin abgeschoben.
Aktivisten verschiedener Organisationen demonstrieren im Frankfurter Flughafen gegen den Abschiebeflug nach Afghanistan. Foto: Fabian Sommer Aktivisten verschiedener Organisationen demonstrieren im Frankfurter Flughafen gegen den Abschiebeflug nach Afghanistan.
Kabul. 

Afghanische Behörden haben die geplante Ankunft eines Abschiebeflugs aus Deutschland für diesen Donnerstag bestätigt. Die Ankunft des Charterflugs sei für Donnerstagmorgen Ortszeit in Kabul angekündigt.

Das sagte der Leiter der Beobachtungsgruppe für Abschiebungen des Flüchtlingsministeriums, Faisurrahman Chadam, der Deutschen Presse-Agentur. „Die Zahl der Passagiere kennen wir noch nicht”, sagte er - es sollten aber per Vereinbarung mit Deutschland nicht mehr als 50 sein. Deutsche Flüchtlingsaktivisten hatten am Dienstag von etwa 20 Passagieren gesprochen.

Unter ihnen sollen neun Männer aus Bayern sein, vier aus Hamburg, vier aus Baden-Württemberg, ein Mann aus Rheinland-Pfalz, einer aus Sachsen und möglicherweise einer aus Nordrhein-Westfalen. Ob die Liste damit vollständig war, blieb zunächst unklar.

Der Flug soll am Mittwochabend am Flughafen Frankfurt am Main starten. Der Anwalt eines Abschiebekandidaten, der am Morgen verhaftet worden war, sprach von 18.00 Uhr.

Abschiebungen nach Afghanistan sind umstritten, weil sich dort der Konflikt mit den radikalislamischen Taliban drastisch verschärft und es landesweit Anschläge und Gefechte gibt. Bisher hat Deutschland mit sieben Sammelflügen seit Dezember 2016 insgesamt 128 Männer nach Afghanistan zurückbringen lassen.

(dpa)

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