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Bericht: Viele Sicherheitslücken in Netzwerk des Bundestags

Das Netzwerk des Deutschen Bundestages soll weiterhin zahlreiche Sicherheitslücken aufweisen. Foto: Bernd von Jutrczenka Das Netzwerk des Deutschen Bundestages soll weiterhin zahlreiche Sicherheitslücken aufweisen. Foto: Bernd von Jutrczenka
Berlin. 

Die IT-Infrastruktur des Deutschen Bundestages weist nach einem Medienbericht weiterhin zahlreiche Sicherheitslücken auf, über die sich Hacker Zugang verschaffen könnten.

Als Risiko gelte beispielsweise die hohe Zahl an Tablets und Smartphones, die von Abgeordneten und deren Mitarbeitern genutzt werden, berichten der NDR und die „Süddeutsche Zeitung”. Sie berufen sich auf eine geheime Analyse einer IT-Sicherheitsfirma im Auftrag der Bundestagsverwaltung. Diese sei im Februar fertiggestellt worden.

Im Bundestagswahljahr 2017 befürchten Politiker eine ausländische Einflussnahme, zum Beispiel durch die Veröffentlichung von E-Mails mit sensiblem Inhalt aus gehackten Netzwerken. Einige der Schwachstellen werden nach Angaben der zuständigen Kommission des Bundestags über den Wahlkampf hinaus bestehen bleiben, heißt es in dem Bericht des Senders und der Zeitung.

Bei den Tablets und Smartphones werde moniert, dass sie nicht zentral verwaltet werden, was die Autoren der Analyse als „unkontrollierten Einsatz von Endgeräten” werten würden. Die Installation von Apps werde nicht standardmäßig verhindert. Über ein solches Geräte-Management könnte die Verwaltung festlegen, welche Apps erlaubt sind und welche nicht. Der Analyse zufolge könnten Hacker in das Bundestagsnetz eindringen, wenn sie eines der Geräte infizieren, die von Abgeordneten auch privat eingesetzt werden.

Ein anderes Problem im Zusammenhang mit Firewall-Systemen hat der Bundestag dem Bericht zufolge bereits erkannt. So habe der Ältestenrat eine neue Firewall für 470 000 Euro bewilligt.

Im Jahr 2015 war der Bundestag bereits einmal Ziel eines Hacker-Angriffs gewesen. Anschließend mussten Server und Netzwerke mehrere Tage lang für Reparaturarbeiten abgeschaltet werden. Es flossen erhebliche Datenmengen ab.

(dpa)
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