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Bericht: USA schicken Guantánamo-Insassen nach Saudi-Arabien

Das US-Gefangenenlager Guantanamo war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush errichtet worden. Foto: Maren Hennemuth Das US-Gefangenenlager Guantanamo war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush errichtet worden. Foto: Maren Hennemuth
Washington/Guantánamo Bay. 

Die USA lassen ihrer Ankündigung zur Freilassung weiterer Insassen des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo anscheinend Taten folgen. Der Sender Fox News berichtete unter Berufung auf zwei anonyme Behördenvertreter, vier Gefangene aus Saudi-Arabien würden freigelassen.

Sie würden binnen 24 Stunden an ihr Heimatland überstellt, heiß es weiter. Ihre Identität war zunächst unklar. Weitere Entlassungen vor dem Machtwechsel im Weißen Haus am 20. Januar seien zu erwarten, hieß es. Das Pentagon reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der scheidende US-Präsident Barack Obama würde damit erneut die Vorstellungen seines Nachfolgers Donald Trump mit einer seiner letzten Amtshandlungen konterkarieren. Der Republikaner hatte zuvor gefordert, niemanden mehr aus dem Lager auf Kuba zu entlassen. Im Wahlkampf hatte er sogar versprochen, Guantánamo offen zu lassen und es obendrein mit weiteren Häftlingen zu füllen.

Das Gefangenenlager war nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 unter dem damaligen republikanischen Präsidenten George W. Bush errichtet worden, um mutmaßliche islamistische Terroristen ohne Justizverfahren festzuhalten. Mindestens 779 Männer wurden seit Öffnung Guantanamos dort eingesperrt.

Nach bisherigem Stand befanden sich zuletzt noch 59 Gefangene in dem Lager, von denen 23 die Freigabe zur Entlassung haben. Ein Gremium aus Vertretern mehrerer Ministerien hatte entschieden, dass sie keine bedeutende Bedrohung für die Sicherheit der USA darstellen und in ihre Heimat oder in ein anderes Land geschickt werden können.

(dpa)
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