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Brasilianische Minister unter Korruptionsverdacht

Die Firmenzentrale des Baukonzerns Odebrecht in Sao Paulo, Brasilien. Foto: Sebastiao Moreira/Archiv Die Firmenzentrale des Baukonzerns Odebrecht in Sao Paulo, Brasilien. Foto: Sebastiao Moreira/Archiv
Brasilia. 

Die Staatsanwaltschaft Brasiliens will Ermittlungen wegen Korruptionsverdachts gegen neun Minister des konservativen Präsidenten Michel Temer aufnehmen. Der Oberste Gerichtshof gab grünes Licht für einen entsprechenden Antrag des Generalstaatsanwalts Rodrigo Janot.

Zudem wurde die Immunität von mehreren Dutzend Abgeordneten und Senatsmitgliedern sowie drei Gouverneuren aufgehoben, um deren mutmaßliche Verstrickung in das Korruptionsnetz des Bauunternehmens Odebrecht zu untersuchen.

Zu den verdächtigten Ministern zählen unter anderen Außenminister Aloysio Nunes und Kabinettschef Eliseu Padilha, wie die Zeitung „Estado de São Paulo” berichtete. Auch die Vorsitzenden beider Parlamentskammern befinden sich unter den Politikern, die Bestechungsgelder von dem inzwischen zu langjähriger Haft verurteilten Konzernchef Marcelo Odebrecht und anderen inhaftierten Managern des Unternehmens erhalten haben sollen.

Janot hatte im März beim Obersten Gerichtshof 83 Verfahren gegen Minister, Ex-Präsidenten und Kongressmitglieder beantragt. Die Anschuldigungen entstanden auf Basis der Aussagen 77 früherer und aktueller Manager von Odebrecht. Der Konzern, dessen Wurzeln auf deutsche Einwanderer zurückgehen, soll in zwölf Ländern rund 785 Millionen US-Dollar (735 Mio Euro) an Schmiergeldern gezahlt haben, um an Aufträge zu kommen.

(dpa)
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