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Britischer Außenminister: Brexit bringt „glorreiche” Zukunft

Der britische Außenminister Boris Johnson prophezeit seinem Land eine „glorreiche” Zukunft außerhalb von EU, Binnenmarkt und Zollunion.
Außenminister Boris Johnson während einer Wahlkampfveranstaltung im Sommer. In Sachen Brexit gehörte Johnson zu den treibenden Kräften. Foto: Owen Humphreys/PA Wire Außenminister Boris Johnson während einer Wahlkampfveranstaltung im Sommer. In Sachen Brexit gehörte Johnson zu den treibenden Kräften.
London. 

Der britische Außenminister Boris Johnson hat am Samstag seine Vision für den geplanten EU-Austritt des Landes vorgelegt. In einem Gastbeitrag in der konservativen Tageszeitung „Daily Telegraph” sagte er dem Land eine „glorreiche” Zukunft außerhalb von EU, Binnenmarkt und Zollunion voraus.

„Ich glaube, wir können das großartigste Land der Welt sein.” Johnson wiederholte sein Versprechen aus dem Wahlkampf vor dem Brexit-Referendum, der staatliche Gesundheitsdienst NHS werde von 350 Milliarden Pfund (umgerechnet rund 350 Milliarden Euro) wöchentlich profitieren, die an EU-Beiträgen künftig eingespart werden könnten.

Zahlungen für den freien Zugang zum Europäischen Binnenmarkt lehnte er ab. Die Briten hatten im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der EU gestimmt.

Johnson geht damit möglicherweise auf Konfrontationskurs zu Premierministerin Theresa May. Kommentatoren deuten seinen Vorstoß als Bewerbung für das Amt des Regierungschefs. May gilt seit der schiefgelaufenen Parlamentswahl im Juni als angezählt. Sie hat für die kommende Woche eine richtungsweisende Rede zum Brexit in Florenz angekündigt. Medien spekulierten, May wolle dabei finanzielle Zugeständnisse an die EU machen, um die schleppenden Austrittsverhandlungen mit Brüssel zu beleben.

Bislang hat es bei den Gesprächen in Brüssel kaum greifbare Ergebnisse gegeben. Im März 2019 wird Großbritannien aus der EU ausscheiden. Sollte bis dahin kein Regelung über die künftigen Beziehungen vorliegen, drohen unabsehbare Konsequenzen für die Wirtschaft und andere Bereiche.

(dpa)
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