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Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium: Die Schüler können kommen

Von Noch ist es ruhig an den 1806 hessischen Schulen, doch hinter den Kulissen läuft schon der Endspurt zum Start des neuen Schuljahres am Montag. Die Sommerferien sind bloß unterrichtsfreie Zeit für die Lehrer und Schulleiter, die etwa am Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasium bereits jede Menge Vorbereitungen getroffen haben. Aber auch die Oberschüler sind schon da.
Planen für den Endspurt ins neue Schuljahr: Claudia Kamm (rechts), die Leiterin des Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasiums, ihr Stellvertreter Carsten Treber, Studienleiterin Janina Köhler (zweite von links) und Diana Huhn von der Oberstufenleitung. Foto: unknown Planen für den Endspurt ins neue Schuljahr: Claudia Kamm (rechts), die Leiterin des Bad Vilbeler Georg-Büchner-Gymnasiums, ihr Stellvertreter Carsten Treber, Studienleiterin Janina Köhler (zweite von links) und Diana Huhn von der Oberstufenleitung.
Bad Vilbel. 

Wo normalerweise am Bad Vilbeler Schulzentrum mit Grundschule, Gymnasium sowie einer Haupt- und Realschule schon auf der Zufahrt zu Stoßzeiten kein Durchkommen ist, ist es noch ruhig, doch die Parkplätze sind gut gefüllt. Im Eingang des Georg-Büchner-Gymnasiums stehen schon vier Schülerinnen vor einer Wand, die mit langen Namenslisten beklebt ist. Dort stehen alle Wahlkurse für die 160 neuen Oberschüler. „Wir müssen wissen, wo wir am Montag hingehen müssen“, sagt eine Gymnasiastin, bevor sie sich wieder den Listen zuwendet.

Unterrichtsfreie Zeit

Wenn es am Montag wieder losgeht an den 1806 öffentlichen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen Hessens, dann haben die Lehrer und Schulleiter längst ihre Hausaufgaben gemacht. Denn die Sache mit „sechs Wochen blau machen“ ist bloß ein Pädagogen-Klischee. „Das sind keine Ferien, sondern unterrichtsfreie Zeit“, betont Claudia Kamm, die Leiterin des Georg-Büchner-Gymnasiums. Mit 1300 Schülern und hundert Lehrern ist es eine der größten Schulen im Wetteraukreis – und entsprechend viel gibt es zu tun, um das Räderwerk Schule wieder neu zu starten.

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Das Sekretariat ist schon seit zwei Wochen besetzt. Ein Drittel des Kollegiums ist in dieser Woche schon da gewesen, hat Materialien besorgt, Listen erstellt, sich informiert. Gestern wurden sogar schon Prüfungen abgelegt. Vier Schüler, die ihre Versetzung durch eine Fünf vermasselt hatten, bekamen in diesem Fach die Chance, durch die Nachprüfung doch noch versetzt zu werden.

Zusätzlicher Kollege

Ansonsten ist es in der weitläufigen Schule ruhig, auch im Lehrerzimmer ist über Mittag niemand mehr da. Doch das Sechser-Team der Schulleitung ist komplett anwesend, feilt jetzt an letzten Änderungen für Raumpläne, Nachmittags-AGs und Förderunterricht. Am heutigen Freitag ist das Kollegium komplett in der Schule, wenn Schulleiterin Kamm in der Dienstversammlung die Infos zum neuen Schuljahr verkündet, neue Regelungen zur Pflichtstundenzahl, der Oberstufenverordnung und Klassenkonten. Dabei kann sie auch einen zusätzlich eingestellten Kollegen vorstellen, der mit der Fach-Kombi Biologie, Informatik und Sport für Entlastung sorgt.

Die großen Aufgaben sind erledigt, zum Glück, sagt Kamm, denn das nächste Schuljahr fällt in Hessen noch kürzer aus. Schon am 22. Juni 2018 endet das nächste Schuljahr. Der Lernstoff des ersten Halbjahres muss bis Januar schon durch sein. Am Montag beginnt nach den Klassenlehrerstunden direkt der Unterricht, sagt Kamm, „aber die Schüler kommen aus den Ferien, sind motiviert und gestärkt, sie wollen anfangen und nicht erst langes Larifari erleben“. Damit das nicht passiert, galt es, einiges abzuarbeiten. Wie können die Themen des Curriculums aufbereitet werden, welche Fahrten und Exkursionen bieten sich an? Die Sechstklässler gehen schon in der dritten Schulwoche auf Klassenfahrt.

In den letzten Ferientagen informieren sich viele Lehrer bei den Schulbuchverlagen über neue Bücher und Unterrichtsmaterialien. Manche Lehrer haben mit ihren Fachkollegen Teams gebildet, bereiten ihren Unterricht gemeinsam vor. Der Spielraum der Pädagogen, ihren Unterricht zu gestalten, sei in den vergangenen Jahren kleiner geworden, bedauert Kamm. Auch die Schülerschaft sei „differenzierter“, sagt sie. Und meint damit Schüler, die ihre physischen und psychischen Probleme mit in die Schule bringen. „Wir bräuchten dringend Schulsozialarbeit“, sagt sie. Das will der zuständige Wetteraukreis auch, aber er habe die Gymnasien zunächst vom Ausbau ausgenommen.

Dafür gibt es viele andere Baustellen während der Ferien. Manche sind reine Routine. Der blitzblank glänzende Linoleumboden im Büro der Schulleiterin kündet von der Grundreinigung. Auch alle Toiletten, ein zuvor stetes Ärgernis, sind jetzt „top in Ordnung“. Allein dafür habe eine Vertreterin des Kreises für Nachbesserungen vier Mal die zuständige Firma besucht, so Kamm. Dazu kam die Abdichtung von Wasserschäden durch marode Decken vor dem Sekretariat.

Dafür stockt die Planung für die Aula, die der 1300-Schüler-Schule so fehlt. Deswegen, so Kamm, werden auch die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Gymnasiums im nächsten Jahr kleiner ausfallen müssen. Den größten Aufwand aber machen simple bürokratische Planungen wie die Erstellung von Raumplänen, die Vize-Schulleiter Carsten Treber mit spezieller Software daheim erledigen kann.

dfg f dgh tg

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