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Lebensmittelskandal: Eier „unterhalb der Schwelle der Gesundheitsgefahr“

Stichprobenartige Kontrollen sollten gestern sicherstellen, dass alle belasteten Eier aus den hessischen Supermärkten entfernt werden. Bleibt noch die Frage nach den Eiern im Kuchen.
In den Niederlanden wurden Hühner mit einem Insektizid besprüht, das verbotenerweise Fipronil enthielt. Foto: Julian Stratenschulte (dpa) In den Niederlanden wurden Hühner mit einem Insektizid besprüht, das verbotenerweise Fipronil enthielt.
Frankfurt. 

„Belastet, aber nicht gesundheitsschädlich“ – unter dieser Überschrift fasste gestern das Regierungspräsidium Darmstadt seine Erkenntnisse zu mit dem Insektengift Fipronil belasteten Eiern zusammen. Inzwischen seien zwar auch in hessischen Supermärkten Eier mit Stempelnummern gefunden worden, vor denen gewarnt werde. Doch die Rückstände lägen „deutlich unter dem als Schwelle für eine mögliche Gesundheitsgefahr geltenden Wert“ von 0,72 Milligramm pro Kilo Ei, teilte die Behörde mit, die für ganz Hessen als Landeskontaktstelle für das EU-Lebensmittelschnellwarnsystem fungiert.

Deshalb gibt es aus Sicht der Behörde derzeit „keine Hinweise darauf, dass in Hessen potenziell gesundheitsschädliche Eier in den Verkehr gelangt sind“, das gelte für Erwachsene und Kinder. So sieht das auch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Da die Eier aber das Insektengift enthalten, das EU-weit in Lebensmitteln verboten ist, sind sie laut Regierungspräsidium „zum Verzehr ungeeignet“. Deshalb fordert die Behörde die Handelsketten dazu auf, belastete Eier aus den Regalen zu nehmen. In Hessen seien Zentrallager der Handelsketten Aldi-Süd, Rewe, Lidl und Penny beliefert worden. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass alle Ketten die Eier im Verlauf des Donnerstags aus den Regalen genommen haben. Das funktioniere erfahrungsgemäß gut, dennoch gebe es stichprobenartige Kontrollen, heißt es.

Die Gefahr, dass auch Lebensmittel wie Eier und Kuchen belastet sein können, in denen Eier verarbeitet werden, sieht die RP-Sprecherin Nicole Ohly-Müller derzeit nicht. Der Großhändler, der die Eier aus den Niederlanden in Deutschland verkauft habe, liefere ausschließlich an Einzelhändler, nicht an Fabriken. Auch zu der Frage, ob Verbraucher auch Hühnerfleisch meiden sollten, gebe es derzeit keine Hinweise. Alle Ermittlungen liefen in den Niederlanden, woher die ersten Meldungen über potenziell gesundheitsschädliche Eier gekommen waren.

Somit stammten auch die ersten Erkenntnisse dazu aus den zu den Niederlanden benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Seit Mittwochnachmittag meldeten sich auch hessische Verbraucher, die Eier mit den kritischen Stempelnummern gekauft hatten. Zuerst bekannt geworden war eine Meldung aus einem Aldi-Markt in Offenbach. Am selben Tag seien „Bio-, Freiland- und Bodenhaltungseier mit unterschiedlichen Mindesthaltbarkeitsdaten aus dem Verkauf genommen“ worden, erklärte Aldi-Süd auf Anfrage unserer Zeitung. Auch die anderen Lebensmittelketten hatten bundesweit angekündigt, die belasteten Eier aus den Niederlanden nicht mehr zu verkaufen.

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Betroffene Produkte

Die Informationen darüber, welche Eier oder andere Lebensmittel gesundheitsschädlich sein können, ändern sich ständig. Auf der Internetseite lebensmittelwarnung.de listen die Bundesländer alle

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