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Ein ganz normaler Reisebus

Auf diesem Bild ist der Schaden am Heck des BVB-Mannschaftsbusses gut zu erkennen. Foto: PATRIK STOLLARZ (AFP) Auf diesem Bild ist der Schaden am Heck des BVB-Mannschaftsbusses gut zu erkennen.
Frankfurt/München. 

Dass beim heimtückischen Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus bis auf den spanischen Verteidiger Marc Bartra niemand ernsthaft verletzt wurde, schien zunächst ein glücklicher Zufall zu sein. Doch schnell kursierten Gerüchte, laut denen der BVB-Reisebus speziell gegen Anschläge gesichert sei und es aus diesem Grund nicht zu größeren Schäden kam. Immerhin hat der Kader des börsennotierten Vereins einen Marktwert von 376,35 Millionen Euro. Allein Starstürmer Pierre-Emerick Aubameyang ist laut dem Statistikportal transfermarkt.de 65 Millionen Euro wert.

MAN-Sprecher Manuel Hiermeyer weist Spekulationen über eine spezielle VIP-Busvariante allerdings entschieden zurück. Insgesamt 12 von 18 Bundesligaclubs nutzen Reisebusse des Münchner Tochterunternehmens der Volkswagen AG. Dabei handelt es sich um das Fahrzeugmodell Lion’s Coach. „Diese Bundesliga-Mannschaftsbusse entsprechen im Wesentlichen den Sicherheitsstandards moderner Reisebusse. Sicherheit hat für uns stets oberste Priorität. Denn reguläre Buspassagiere sind uns genauso wichtig wie Fußballmannschaften“, versichert Hiermeyer.

Demnach seien alle Lion’s Coach-Busse mit doppelt verglastem Sicherheitsglas ausgestattet, das auch bei normalen Reisebussen zum Einsatz kommt. Zwar handele es sich um ein sehr sicheres und steifes Material. Doch da Bus-Scheiben generell auch als Notausstieg nutzbar sein können, käme Panzerglas von vornherein nicht infrage.

Als Notausstieg nutzbar

„Ein so großer Bus hat ja, anders als ein Auto, nur auf einer Seite Türen. Daher muss Möglichkeit bestehen, dass Rettungskräfte über die Fenster Zugang zum Bus erhalten, falls dieser auf die Seite kippen sollte“, erklärt der MAN-Sprecher.

In der Münchner MAN-Konzernzentrale habe man natürlich schockiert auf den Anschlag reagiert. „Auf der anderen Seite kann man froh sein, dass nichts noch Schlimmeres passiert ist“, sagt MAN-Sprecher Hiermeyer.

Attacken auf Mannschaftsbusse kämen leider immer wieder vor. So wurden in der Vergangenheit Busse anderer Vereine auch schon mit Flaschen beworfen. Doch das extrem robuste Sicherheitsglas könne von einer simplen Glasflasche nicht durchbrochen werden.

(mov)
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