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Erdogan Harsche Kritik war nötig

<span></span> Foto: Koch, Lothar

Zunächst das Positive: Der Erdogan-Besuch verlief weitgehend friedlich, am Schluss fielen versöhnliche Worte. Dass der türkische Präsident in Köln eine Moschee einweihen darf, ist ein Zeichen der Religionsfreiheit – ein hohes Gut in einem demokratischen Staat wie Deutschland. Über die Rolle des Islam-Verbandes Ditib mag man diskutieren, doch er ist nicht das gravierendste Problem in den deutsch-türkischen Beziehungen.

Viel schlimmer ist die Uneinsichtigkeit Erdogans, die sich bei seinem Auftreten beim Staatsbankett einmal mehr zeigte. Ob ein Regierungschef, der Menschenrechte in seinem Land gering schätzt, der unbequeme Journalisten und Juristen einsperren lässt und heuchlerisch auf die Unabhängigkeit der Justiz hinweist, überhaupt auf diese Art geehrt werden muss, ist schon fraglich. Ein weniger protokollarischer Arbeitsbesuch hätte es auch getan.

Dass Erdogan aber Deutschland vorwirft, den Terrorismus zu fördern, ist eine Unverschämtheit. Mit seiner Rüpelhaftigkeit kittet der Präsident die angeschlagenen Beziehungen beider Länder sicher nicht.

Umso lobenswerter sind die deutlichen Worte von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an seinen Gast. Harsche Kritik statt der sonst üblichen Nettigkeiten im Schloss Bellevue ist außergewöhnlich, aber notwendig.

politik@fnp.de Bericht Seite 3

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