Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Anzeigen

«Eurofighter» wird drastisch teurer

Das Kampfflugzeug «Eurofighter» wird für die Bundeswehr viel teurer als geplant. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Wochenende, dass die bislang bewilligte Kaufsumme von 14,7 Milliarden Euro praktisch schon ausgegeben ist. Neue Probleme für den Verteidigungsminister: Nach dem «Euro Hawk»-Debakel gibt es wieder einmal Ärger um den «Eurofighter». Der Kampfjet soll noch teurer werden. Foto: Carsten Rehder Neue Probleme für den Verteidigungsminister: Nach dem «Euro Hawk»-Debakel gibt es wieder einmal Ärger um den «Eurofighter». Der Kampfjet soll noch teurer werden. Foto: Carsten Rehder

Berlin. 

Derzeit fehlen der Luftwaffe aber noch mehrere Dutzend Maschinen. Für Verteidigungsminister Thomas de Maizière bedeutet dies nach dem Milliardendebakel um das Drohnenprojekt «Euro Hawk» weitere Probleme.

Mit dem größten europäischen Rüstungsprojekt «Eurofighter» - früher «Jäger 90» - gab es mehrfach schon Schwierigkeiten, die zu erheblichen Verzögerungen führten. Von den ursprünglich geplanten 180 Maschinen hat die Bundeswehr nach Ministeriumsangaben inzwischen 101 im Einsatz. Zum Jahresende sollen es 108 sein.

Dann werden allerdings bereits 14,5 der vom Bundestag bewilligten 14,7 Milliarden Euro ausgegeben sein. Für die Anschaffung weiterer «Eurofighter» würden neue Milliarden fällig. Bestellt sind bislang 140 Maschinen. Der Stückpreis wird inzwischen auf 93,5 Millionen Euro veranschlagt. Beim «Jäger 90» waren es ursprünglich 33 Millionen.

Der «Spiegel» zitierte den SPD-Verteidigungsexperten Rainer Arnold mit den Worten: «Es droht nach dem "Euro Hawk» ein weiteres Rüstungsdebakel auf Kosten der Steuerzahler.» Dem Nachrichtenmagazin zufolge gehen die Preissteigerungen unter anderem auf Qualitätsmängel zurück, was der Rüstungskonzern EADS als Hersteller bestreitet.

Das Verteidigungsministerium erklärte, vor der Bundestagswahl im September seien keine weiteren Verhandlungen «erkennbar». «Es ist richtig, dass die Kosten weiter ansteigen», sagte ein Sprecher am Sonntag. «Einer der Gründe dafür ist aber auch die Weiterentwicklung und ein dadurch entstehender Mehrwert.»

Zur Startseite Mehr aus Politik
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Mit * gekennzeichnete Felder, sind Pflichtfelder!

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wie viel ist 2 x 3: 




Mehr aus Politik
Griechenlandkrise Varoufakis tritt zurück
Yanis Varoufakis legt sein Amt als griechischer Finanzminister nieder. Foto: Orestis Panagiotou

Athen. Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis tritt zurück. Er werde noch heute sein Amt niederlegen, kündigte Varoufakis in Athen an. mehr

clearing
AfD: Lucke-Flügel plant Umfrage über Gründung neuer Partei
Bernd Lucke hatte auf dem AfD-Parteitag in Essen eine Niederlage erlitten. Foto: Federico Gambarini

Essen. Nach der Niederlage des liberal-konservativen Flügels auf dem Bundesparteitag der AfD wollen Parteigründer Bernd Lucke und seine Anhänger eine Umfrage starten. mehr

clearing
Griechisches Nein löst EU-Krisendiplomatie aus
Finanzminister Varoufakis bei einer ersten Erklärung zum Ergebnis. Foto: Orestis Panagiotou

Athen. Alle beschwörenden Worte aus Brüssel und Berlin blieben letztlich wirkungslos. Die Mehrheit der Griechen hat genug von den Reformzwängen. Das Referendum löst für die EU eine Woche der Krisensitzungen aus. Den Auftakt macht die Kanzlerin. mehr

Fotos
clearing
Dalai Lama wird heute 80 Jahre alt „Ethik ist wichtiger als Religion“
Der Dalai Lama und Franz Alt: Die beiden haben ein gemeinsames Buch über die Weltethik geschrieben.

Unser Gastautor ist seit langem mit dem tibetanischen Religionsführer befreundet. Er würdigt den Dalai Lama anlässlich dessen heutigen Geburtstages. mehr

clearing
Referendum Tag X: Die Griechen stimmen ab
Von oben: Bereits abgegebene Stimmzettel in einem Wahllokal in Athen. Foto: Kay Nietfeld

Athen. Historisch - und surreal? Die Griechen stimmen heute über ein Spar- und Hilfsprogramm ab, das es aus Sicht der Geldgeber gar nicht mehr gibt. Aber Europa hält den Atem an: Es geht nicht nur um Griechenland. mehr

clearing
Tunesien verhängt nach Terrorattacke Ausnahmezustand
Nach der Ermordung Dutzender Urlauber, herrscht in Tunesien der Ausnahmezustand. Foto: Mohamed Messara

Tunis. Etwas mehr als eine Woche nach dem tödlichen Angriff auf Touristen in Tunesien greift die Führung des Landes zu drastischen Maßnahmen. Der Präsident verhängt den Ausnahmezustand für 30 Tage - zunächst. mehr

clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2015 Frankfurter Neue Presse