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Experten erwarten Kassen-Zusatzbeiträge von bis zu 40 Euro

Für Krankenversicherte dürfte es in absehbarer Zeit teurer werden.
Brauchen die Kassen mehr Geld, sollen sie prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern nehmen können. Foto: Angelika Warmuth/Symbol Brauchen die Kassen mehr Geld, sollen sie prozentuale Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern nehmen können. Foto: Angelika Warmuth/Symbol
Berlin. 

Versicherte müssen nach einer Schonfrist für ihre Krankenkasse voraussichtlich spürbar mehr bezahlen. Zunächst dürfte die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) noch ausreichend ausgestattet sein.

Doch Behörden und Experten rechnen mit Zusatzbeiträgen von mindestens 1,5 Prozent des Einkommens in wenigen Jahren. Hauptgrund sind die steigenden Ausgaben der GKV. Der GKV-Spitzenverband forderte, den Steuerzuschuss nicht zu kürzen.

Vorerst ist die Finanzlage nach Angaben des Verbands noch solide. «Ich gehe davon aus, dass wir 2014 ganz ohne Zusatzbeiträge auskommen», sagte die Vorsitzende Doris Pfeiffer der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings steigen die Ausgaben der Kassen doppelt so schnell wie die Löhne und Gehälter, die Basis der Beiträge, wie AOK-Chef Jürgen Graalmann der dpa sagte.

«Die gesetzliche Krankenversicherung gibt im Schnitt jedes Jahr vier Milliarden Euro mehr aus, als sie an Beiträgen einnimmt», sagte Graalmann. Der Präsident des Bundesversicherungsamts, Maximilian Gaßner, erläuterte: «Auch für die Zukunft ist anzunehmen, dass es eine Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben geben wird, zumal auch die aktuelle politische Stimmung eher auf ein Mehr an Leistungen fixiert ist.»

(Von Basil Wegener, dpa)
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