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Festnahmen bei Kundgebung für israelischen Soldaten

Ein Militärgericht in Tel Aviv hatte Asaria schuldig gesprochen, weil er im vergangenen März einen verletzten palästinensischen Attentäter mit Kopfschuss getötet hatte. Foto: Jack Guez/Archiv Ein Militärgericht in Tel Aviv hatte Asaria schuldig gesprochen, weil er im vergangenen März einen verletzten palästinensischen Attentäter mit Kopfschuss getötet hatte. Foto: Jack Guez/Archiv
Jerusalem. 

Israels Polizei hat sieben Teilnehmer einer Solidaritätsdemonstration für den wegen Totschlags verurteilten Soldaten Elor Asaria festgenommen. Die Kundgebung vor dem Amtssitz des Präsidenten in Jerusalem sei nicht genehmigt gewesen.

Das teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Einige der Demonstranten blockierten die Straße, es kam zu Ausschreitungen. Ein Militärgericht in Tel Aviv hatte Asaria am Mittwoch schuldig gesprochen, weil er im vergangenen März einen verletzten palästinensischen Attentäter mit Kopfschuss getötet hatte. Der Fall hat in Israel eine heftige öffentliche Kontroverse ausgelöst. Mehrere Regierungsmitglieder, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, haben sich für eine Begnadigung Asarias ausgesprochen.

Am Samstagabend versammelten sich in Tel Aviv mehrere tausend Demonstranten, um das israelische Volk zur Einheit aufzurufen und ihre Solidarität mit dem Generalstabschef Gadi Eisenkot zu bekunden. Anhänger Asarias hatten ihm indirekt mit Mord gedroht, weil er das Verhalten des Soldaten kritisiert hatte.

Die Solidaritätsdemonstration für Eisenkot wurde organisiert von einem Militär-Veteranen, der bei einem Einsatz seine Hand verloren hatte, und den Müttern von drei israelischen Teenagern, die 2014 von militanten Palästinensern entführt und ermordet worden waren. Der Fall galt als ein Auslöser des kurz darauf begonnenen Gaza-Kriegs.

(dpa)
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