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Nicht mehr, aber heftiger: Forscher und Versicherungen untersuchen Starkregen

Hurrikane drohen in Deutschland eher nicht. Doch auch hier sieht es so aus, als würden Wetterereignisse nicht häufiger, aber stärker. Nicht alle Hausbesitzer sind aber gegen Starkregen und Überschwemmungen versichert.
Sturm und heftige Niederschläge beuteln auch hessische Landstriche von Zeit zu Zeit, wie hier Anfang August in Wiesbaden auf einer  Verbindungsstraße in Richtung Schlangenbad. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Sturm und heftige Niederschläge beuteln auch hessische Landstriche von Zeit zu Zeit, wie hier Anfang August in Wiesbaden auf einer Verbindungsstraße in Richtung Schlangenbad.
Frankfurt. 

Seit der vergangenen Woche ziehen die Hurrikane „Irma“, „Katia“ und „Jose“ eine Spur der Verwüstung durch die Karibik und den Golf von Mexiko. Sie folgen damit unmittelbar auf die Überschwemmungen, verursacht von Hurrikan „Harvey“ in Texas und dem Monsun in Südasien. Das erweckt den Eindruck, dass solche Wetterextreme sich häufen.

„Eine Häufung konnte ich bisher nicht feststellen“, sagt Dominik Jung. „Wir sehen jedoch auch in Europa, dass die Wetterextreme, die auftreten, stärker werden“, erklärt der Meteorologe vom privaten Wetterdienst Q.met. Das deckt sich mit der Beobachtung von Klimaforschern, die seit Jahren vor einer solchen Entwicklung warnen. Jung geht davon aus, „dass wir uns auf mehr Starkregen einstellen müssen“. Ein solcher Starkregen habe oftmals Überschwemmungen zur Folge. Die Sturzfluten in Baden-Württemberg und Bayern im vergangenen Sommer seien ein Vorgeschmack darauf gewesen.

Eine Studie im Auftrag der Europäischen Kommission kam im August zu dem Schluss, dass in Europa bis zum Jahr 2100 ungefähr 152 000 Menschen an den Folgen extremen Wetters sterben könnten. Die Macher der Studie wollen mit dieser Prognose vor den möglichen Gefahren für Menschen warnen, wenn nicht rechtzeitig Schritte zur Verhinderung solcher Katastrophen eingeleitet würden.

Extremere Wetterereignisse

Auch die deutschen Versicherer rechnen mit extremeren Wetterereignissen. „Stürme werden in den nächsten Jahren intensiver und treten häufiger auf“, heißt es in einer vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft bei mehreren Universitäten in Auftrag gegebenen Studie im Jahr 2011. Ein „besonders schadensträchtiges Sturmereignis“, wie es bisher alle 50 Jahre zu erleben sei, „kann zukünftig alle zehn Jahre eintreten“, und bis zum Jahr 2100 nähmen die Sturmschäden „um mehr als 50 Prozent zu“, heißt es. Auch Überschwemmungen von Flüssen „könnten noch deutlicher zunehmen als bisher erwartet“, heißt es in einer Aktualisierung von 2016.

Elementarschäden

Jährlich gibt der Gesamtverband einen Naturgefahrenreport heraus, der nächste ist für Oktober angekündigt. Darin geht es auch um die Folgen von Starkregen und Hagelstürmen, die in Deutschland immer wieder große Schäden anrichten.

Während Sturm- und Hagelschäden meist in den normalen Hausversicherungen enthalten seien, seien viele Hausbesitzer nicht gegen sogenannte Elementarschäden wie Starkregen, Überschwemmungen und Erdrutsche versichert, sagte eine Sprecherin des Versicherungs-Verbands dieser Zeitung. Bundesweit hätten 40 Prozent der privaten Hausbesitzer eine zusätzliche Versicherung, in Hessen sei es mit 33 Prozent ein Drittel.

dfg f dgh tg

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