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Vergleich: Frankfurt spielt an der Weltspitze mit

Gesünder als in Frankfurt kann man in fast keiner anderen Großstadt dieser Welt leben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Safe Cities Index 2017“ (Index der sicheren Städte) des britischen Wochenmagazins The Economist. Und auch bei der persönlichen und der digitalen Sicherheit spielt die Stadt ganz vorne mit. Nur bei der Infrastruktur sehen die Briten Handlungsbedarf.
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Frankfurt. 

Sie glauben wohl auch, dass Frankfurt besonders gefährlich ist? Stimmt nicht, besagt eine Studie des Economist . Das Wochenmagazin verglich zum zweiten Mal die Sicherheit von 60 Städten auf der ganzen Welt miteinander und kommt zum Ergebnis: Frankfurt gehört zu den sichersten Städten der Welt. Im diesjährigen Ranking steht sie bei persönlicher Sicherheit auf Platz 11, vor zwei Jahren war es noch der 18. Platz gewesen. Besser schneiden im neuen Ranking vor allem asiatische Städte ab, der erste Platz etwa geht an Singapur, was an der asiatischen Mentalität liege. Innerhalb Europas sind nur die Stockholmer und die Amsterdamer noch sicherer. Andere deutsche Großstädte wurden nicht untersucht.

Polizeipräsident Gerhard Bereswill sieht damit bestätigt, was er schon lange sagt: „Frankfurt ist viel sicherer als sein Ruf“ – und das, obwohl der Index noch vor den neuen Sicherungsmaßnahmen wie zusätzlicher Videoüberwachung und der verstärkten Sicherung von öffentlichen Plätzen erstellt worden sei. Rechne man die vielen Delikte rund um den Flughafen heraus, schneide man im Ranking möglicherweise noch besser ab.

Infrastruktur vor Sicherheit

Die Studie bestätige zudem, was auch schon die Bürgerbefragung der Stadt Frankfurt ergeben habe, sagt Bereswill: „Die Frankfurter sehen die größten Probleme beim Wohnungsmarkt und der Verkehrssituation, erst danach wird das Thema Kriminalität genannt.“

Und tatsächlich ist die Sicherheit der Infrastruktur auch im Ranking des Economist der Punkt, bei dem Frankfurt am meisten verliert: Nach Platz 16 vor zwei Jahren reicht es dieses Jahr nur noch für Platz 23. Sieger ist wiederum Singapur. Vergleicht man nur europäische Städte, sind Frankfurts Straßen, Häuser und Züge sogar nur etwas sicherer als die in Athen, Moskau und Istanbul. Im Europa-Ranking belegt die Stadt den vorvorletzten Platz. Sicherheit der Infrastruktur ist auch die einzige Kategorie, in der London besser abschneidet.

Ganz anders sieht es bei den Themen Umwelt und Gesundheit aus. Mit Platz 1 in Europa und Platz 3 weltweit hinter Osaka und Tokio spielt Frankfurt hier ganz vorne mit. „Dieses Ranking bestätigt, was wir schon wissen, seit wir in der Bewerbung zur Europäischen Grünen-Hauptstadt knapp von Kopenhagen geschlagen wurden: Unser Frankfurt ist eine wunderbare, lebenswerte und auch ,gesunde Stadt’“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne).

Ein Plus fürs saubere Wasser

Dafür nennt er verschiedene Gründe: Die Wasserversorgung in kommunaler Hand, strenge Kriterien für die Wasserqualität, die Präventionsarbeit des Gesundheitsamts – und den effektiven Rettungsdienst. „Man darf nicht vergessen: Es ist schon in Europa nicht selbstverständlich, dass wenige Minuten nach Eintritt eines Notfalls der Rettungsdienst mit dem besten Personal und Gerät eintrifft, das verfügbar ist, und den Patienten dann in eines unserer vielen, optimal für Notfälle ausgestatteten Krankenhäuser bringt.“

In der vierten Kategorie, der digitalen Sicherheit , liegt Frankfurt mit Platz 16 im vorderen Mittelfeld. Hier gewinnt Tokio, wieder dicht gefolgt von Singapur. Zwar zeigt diese Platzierung noch Verbesserungsbedarf, doch die Stadt hat sich gemacht: Im Vergleich zu 2015 ist sie um sieben Plätze aufgestiegen.

Insgesamt stufen die Briten Frankfurt auf Platz 11 der sichersten Städte der Welt ein. London folgt erst auf Platz 20, was vor allem für diejenigen interessant sein könnte, die sich nach dem Brexit für eine der beiden Städte entscheiden müssen. Die Analyse der Studie folgt auf Seite 2 und 3.

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