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Gauland bleibt bei Lob deutscher Wehrmachtssoldaten

Je näher die Bundestagswahl rückt, desto häufiger provoziert die AfD. Diesmal hat der Spitzenkandidat seinen Stolz auf deutsche „Leistungen” im Ersten und Zweiten Weltkrieg ausgedrückt.
AfD-Spitzenkandidat Gauland über die NS-Zeit: „Man muss uns diese zwölf Jahre jetzt nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr”. Foto: Sebastian Gollnow AfD-Spitzenkandidat Gauland über die NS-Zeit: „Man muss uns diese zwölf Jahre jetzt nicht mehr vorhalten. Sie betreffen unsere Identität heute nicht mehr”.
Berlin. 

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland hat seine umstrittene Äußerung verteidigt, die Deutschen dürften stolz sein auf „die Leistungen deutscher Soldaten” im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

„Ich bestreite überhaupt nicht, dass die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg in Verbrechen verwickelt war”, sagte Gauland am Freitag am Rande eines AfD-Wahlkampftermins in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

„Aber ich habe Namen genannt, Rommel und Stauffenberg, und ich habe ganz deutlich gesagt, dass Millionen deutscher Soldaten tapfer waren und nicht in Verbrechen verwickelt waren.” Und es müsse erlaubt sein, diese zu loben.

„Ich weiß auch, dass sechs Millionen Juden ermordet worden sind”, sagte Gauland weiter. „Aber Millionen deutscher Soldaten haben ihre Pflicht getan für ein verbrecherisches System. Aber da ist das System Schuld und nicht die Soldaten, die tapfer waren.”

Im übrigen habe er nichts anderes gesagt als Frankreichs damaliger Präsident Francois Mitterrand am 1. Mai 1995 in einer Rede. „Da hat er die Tapferkeit der deutschen Soldaten wie auch der anderen Soldaten gelobt und hat diese Tapferkeit dem verbrecherischen Regime gegenübergestellt”, so Gauland. „Und diese persönliche Tapferkeit, auf die kann man stolz sein.”

Am Freitag war ein Video einer Rede Gaulands vom 2. September bekanntgeworden. Dort forderte er auch, einen Schlussstrich unter die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus zu ziehen. SPD und Grüne werteten seine Äußerungen als weiteren Beleg für rechtsextreme Tendenzen in der AfD.

(dpa)
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