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Gefechte mit Taliban in Kundus beendet

Die Taliban machen den Sicherheitskräften zunehmend zu schaffen. Foto: Watan Yar/Archiv Die Taliban machen den Sicherheitskräften zunehmend zu schaffen. Foto: Watan Yar/Archiv
Kabul. 

Zehn Tage nach dem Überfall der radikalislamischen Taliban auf die nordafghanische Provinzhauptstadt Kundus ist die Stadt nach offiziellen Angaben nun wieder frei von Taliban.

Sie hätten sich seit dem Vortag aus den letzten umkämpften Vierteln zurückgezogen, sagte Provinzratsmitglied Amruddin Wali. Einige Gegenden hätten sie kampflos verlassen. Das Leben normalisiere sich langsam, Geschäfte öffneten wieder.

Sicherheitsexperten meinen, es könnte sich um einen taktischen Rückzug handeln, um Verstärkung für die Kämpfe der Islamisten in anderen Landesteilen bereitzustellen.

Seit Tagen verschärft sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt der südafghanischen Provinz Helmand, Laschkargar. In der Nacht und am Morgen habe es Kämpfe im zweiten und dritten Bezirk gegeben, sagte ein Senator aus Helmand, Haschim Alokosai. Viele Menschen seien aus der Stadt geflüchtet. Nach unterschiedlichen Angaben haben sich am Montag 80 bis 150 Soldaten und Polizisten den Taliban ergeben.

Helmand ist eine wichtige Provinz für die Taliban. Sie ist das Herz der miliardenschwerden Opiumidustrie, aus der die Extremisten einen Teil ihrer Einkünfte beziehen, und traditionell eine Talibanhochburg. Sie kontrollieren weite Teile der Provinz.

(dpa)
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