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Geld für Integrationskurse fließt nur zögerlich

Eigentlich sollte innerhalb eines Monats das Geld fließen: Die Anbieter von Integrationskursen warten teils über 100 Tage auf ihr Geld vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Vor allem für kleine Träger kann dies problematisch sein.
Zwei Flüchtlingsmädchen beim Unterricht in einer Duisburger Schule. Die Anbieter von Integrationskursen müssen teils lange auf ihr Geld warten. Foto: Monika Skolimowska Zwei Flüchtlingsmädchen beim Unterricht in einer Duisburger Schule. Die Anbieter von Integrationskursen müssen teils lange auf ihr Geld warten.
Berlin. 

Die Anbieter von Integrationskursen müssen mitunter mehr als drei Monate auf ihr Geld warten.

Wegen der stark gestiegenen Zahl von Kursteilnehmern komme es vor allem in Berlin zu einer Überschreitung der vorgeschriebenen Abrechnungsfristen, heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentarische Anfrage der Grünen.

In dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, werden zwei Träger aus Berlin aufgeführt, deren Abrechnungen eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer von mehr als 100 Tagen aufwiesen. Eigentlich sollen die Träger binnen eines Monats vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ihr Geld erhalten.

Die Grünen-Abgeordnete Lisa Paus bezeichnete die Wartezeiten als untragbar: „Gerade für kleine Träger, die keine weiteren Einkünfte haben, können die unbezahlten Rechnungen das finanzielle Aus bedeuten.” Das Innenministerium versicherte, die Berliner Regionalstelle werde inzwischen von Abrechnungskräften aus der BAMF-Zentrale in Nürnberg unterstützt. Allerdings finden sich in der Liste auch zwei Anbieter aus Niedersachsen, die im Schnitt über 80 Tage auf ihr Geld warten mussten.

(dpa)
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