Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 7°C
1 Kommentar

Prozessauftakt: Gestreckte Krebsmedikamente: "Mordversuch aus Habgier"

Heute beginnt vor dem Essener Landgericht der Prozess gegen einen Apotheker, der jahrelang gestreckte Krebsmedikamente verkauft haben soll. Vermutlich sind auch in Hessen viele Krebspatienten deshalb gestorben. Gleich zu Beginn des Prozesses stellt die Nebenklage die Zuständigkeit des Gerichts infrage.
2016 wurde ein Gesundheitsskandal vermutet nach dem ein Apotheker im Verdacht stand Krebsmedikamente unvorschriftsmäßig zubereitet und an Krebspatienten gegeben zu haben. Foto: Werner OTTO (imago stock&people) 2016 wurde ein Gesundheitsskandal vermutet nach dem ein Apotheker im Verdacht stand Krebsmedikamente unvorschriftsmäßig zubereitet und an Krebspatienten gegeben zu haben.
Essen. 

Im Prozess um mutmaßlich gestreckte Krebsmedikamente stellt ein Nebenklage-Anwalt die Zuständigkeit des Gerichts infrage. Dass der angeklagte Apotheker Medikamente gepanscht habe, sei ein Mordversuch aus Habgier, argumentierte Siegmund Benecken, der eine der betroffenen Frauen vertritt. Das Verfahren gehöre deshalb vor das Schwurgericht, das über entsprechend schwerwiegende Anschuldigungen verhandelt. Der Prozess startete am Montag aber vor der 21. Wirtschaftsstrafkammer des Essener Landgerichts. Das Gericht will über Beneckens Antrag aber erst entscheiden, wenn die umfangreiche Anklage verlesen wurde.

Dem Apotheker aus Bottrop wird vorgeworfen, Krebsmedikamente zu gering dosiert, bei den Krankenkassen aber voll abgerechnet zu haben. Dadurch soll den gesetzlichen Krankenkassen ein Schaden von rund 56 Millionen Euro entstanden sein.

Benecken hatte zuvor betont, der Angeklagte habe «aus grenzenloser Menschenverachtung und eiskaltem Gewinnstreben» gehandelt und dabei in Kauf genommen, dass Krebspatienten früher stürben. (dpa)

Zur Startseite Mehr aus Politik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse