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Gouverneur: Ermordeter Deutscher brauchte Visumverlängerung

Das Visum des in der westafghanischen Provinz Ghor nach Angaben der Polizei ermordeten deutschen Urlaubers war abgelaufen.
Bei einem Überfall in der westafghanischen Provinz Ghor sind nach Angaben der Polizei ein deutscher Tourist und ein Afghane getötet worden. (Foto: dpa) Bei einem Überfall in der westafghanischen Provinz Ghor sind nach Angaben der Polizei ein deutscher Tourist und ein Afghane getötet worden. (Foto: dpa)
Kabul. 

Der Bundesbürger habe die Behörden in der Provinzhauptstadt Chaghcharan um eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung gebeten, sagte Ghors Gouverneur Abdullah Hewad der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Die Polizei habe dem Mann gesagt, eine Verlängerung sei nur in Kabul erhältlich, sagte Hewead weiter. Sie habe ihm dazu geraten, in die afghanische Hauptstadt zu fliegen. Der Deutsche habe sich aber für den Landweg entschieden. Er sei am Samstag auf der Fahrt gemeinsam mit einem afghanischen Begleiter erschossen worden.

Ghors Vize-Polizeichef Abdul Raschid Baschir sagte der dpa, der Deutsche habe zwei Reisepässe bei sich gehabt. Bei beiden habe es sich um deutsche Pässe gehandelt. Die Leiche sei am Samstagabend an das litauische Wiederaufbauteam der Internationalen Schutztruppe Isaf übergeben worden.

Provinzgouverneur Hewad hatte nach dem Mord gesagt, bei den Tätern habe es sich um "kriminelle Jugendliche" und nicht um Taliban gehandelt. Nach Angaben der Polizei wurden allerdings keine Verdächtigen festgenommen.

Das Auswärtige Amt in Berlin hatte die Entdeckung von zwei Toten in Ghor am Samstagabend bestätigt. Die Leichname seien geborgen worden, hatte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin gesagt. "Die deutsche Botschaft in Kabul bemüht sich intensiv um die Aufklärung der Identität der beiden Toten."

(dpa)
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