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Großeinsatz zum 1. Mai in Berlin und Hamburg

Nach einer weitgehend ruhigen Walpurgisnacht rüstet sich die Polizei in Berlin und Hamburg für die Demonstrationen linker Gruppen zum 1. Mai.
Polizisten stoppen im Berliner Stadtteil Wedding die Demonstration. Foto: Florian Schuh Polizisten stoppen im Berliner Stadtteil Wedding die Demonstration. Foto: Florian Schuh
Berlin/Hamburg. 

In der Hauptstadt sollen rund 7000 Beamte die Veranstaltungen sichern und Ausschreitungen verhindern.

In Hamburg sind insgesamt mehrere Hundertschaften im Einsatz.

In Berlin steht die Polizei in diesem Jahr vor einer besonderen Herausforderung: Zur "Revolutionären 1. Mai-Demo" am Abend werden bis zu 15 000 Teilnehmer erwartet, die Demonstranten wollen erstmals aus Kreuzberg heraus bis ins Regierungsviertel ziehen. Dabei passiert der Demonstrationszug auch mehrere Bundesministerien. Die Polizei geht grundsätzlich von einem friedlichen Verlauf aus. In den Vorjahren war vor allem in Kreuzberg am Abend des 1. Mai immer wieder Gewalt aufgeflammt.

Auch in Hamburg hoffen die Sicherheitsbehörden nach schweren Krawallen in den vergangenen Jahren auf einen relativ ruhigen 1. Mai. Anders als im Vorjahr richtete die Polizei kein Gefahrengebiet rund um das Schanzenviertel ein; in einem solchen Gebiet könnten Beamte ohne konkreten Verdacht Menschen in Gewahrsam nehmen und Platzverweise erteilen. Für die Demonstration unter dem Motto "Keine Alternative zur Revolution!" waren rund 1000 Teilnehmer angemeldet. Sie wollten am Abend von den St.-Pauli-Landungsbrücken losziehen.

Die Walpurgisnacht war in Berlin und Hamburg weitgehend friedlich verlaufen. In beiden Städten gab es am Montagabend weder ernsthafte Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei noch größere Sachbeschädigungen.

Bei der Antikapitalistischen Walpurgisnacht in Berlin, die erstmals im früheren Arbeiterbezirk Wedding stattfand, waren am Abend vereinzelt Flaschen, Steine und Böller auf Beamte und Polizeiautos geworfen worden. Eine Polizistin wurde durch einen Stein am Arm leicht verletzt. Auf mehreren Dächern entlang der Demoroute hatten Vermummte bengalische Feuer gezündet. Es gab mehrere Festnahmen. Laut Polizei kamen bis zu 3000 Teilnehmer.

Die Protestaktion wurde aber vorzeitig beendet, nachdem etwa 200 schwarz gekleidete Demonstranten eine Menschenkette bilden wollten und die Polizei einschritt. Es seien acht Polizisten leicht verletzt worden, sagte der Polizeisprecher. Es habe etwa 20 Festnahmen gegeben. Genaue Zahlen lagen aber am Vormittag noch nicht vor. Die amtierende Polizeipräsidentin Margarete Koppers bezeichnete den Einsatz der Beamten als sehr gelungen. "Das ist ein gutes Zeichen für den 1. Mai." Die Polizei habe sich nicht provozieren lassen.

Im Hamburger Schanzenviertel verlief die Walpurgisnacht nahezu ohne Zwischenfälle. Zwischenzeitlich wurden der Polizei zufolge lediglich einige Mülltonnen und Abfall in der Nähe des links-alternativen Kulturzentrums Rote Flora angezündet, aber schnell wieder gelöscht.

(dpa)
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