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Wahlkampf: Großspender bevorzugen CDU und FDP

Politik-Großspender mögen die CDU und FDP. Laut der Bundestagsverwaltung befinden sich unter den Großspendern einige der reichsten Deutschen ebenso wie bekannte Unternehmen. Die FDP erhielt achtmal so viele Großspenden wie SPD und Grüne zusammen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel steht zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele auf dem Balkon des Festspielhauses. Foto: Tobias Hase Bundeskanzlerin Angela Merkel steht zur Eröffnung der Bayreuther Festspiele auf dem Balkon des Festspielhauses.
München. 

Die Politik-Großspender bevorzugen CDU und FDP. Wie aus den Sofortveröffentlichungen der Bundestagsverwaltung hervorgeht, verbuchten die beiden Parteien in diesem Jahr den Löwenanteil der Spenden über 50 000 Euro.

Die CDU bekam bislang 1,9 Millionen Euro, die FDP 1,5 Millionen Euro - und das obgleich die Liberalen seit 2013 gar nicht mehr im Bundestag vertreten sind. Die FDP erhielt achtmal so viele Großspenden wie SPD und Grüne zusammen. Diese beiden Parteien verbuchten jeweils nur eine einzige Einzahlung von 100 000 Euro. CSU und Linke gingen in Sachen Großspenden bislang leer aus.

Laut Parteiengesetz müssen Parteien besonders hohe Spenden über 50 000 Euro sofort melden - die Bundestagsverwaltung veröffentlicht anschließend auch die Namen der Spender.

Unter den Großspendern befinden sich einige der reichsten Deutschen ebenso wie bekannte Unternehmen. Die bislang höchste Spende des Jahres über eine halbe Million Euro überwies der Unternehmer Ralph Dommermuth - Vorstandsvorsitzender der United Internet AG im rheinland-pfälzischen Montabaur - im Mai auf das Konto der CDU.

Auch die Autoindustrie ist nach wie vor aktiv: Aus der BMW-Großaktionärsfamilie Quandt gingen 200 000 Euro jeweils zur Hälfte an CDU und FDP. Der als Milliardär geltende Gründer der Helios-Kliniken, Lutz Helmig, spendete der FDP im Januar 300 000 Euro. Der Stuttgarter Autohersteller Daimler war mit 100 000 Euro bislang der einzige Großspender der SPD, der Konzern überwies aber auch 100 000 Euro an die CDU. Die 100 000 Euro für die Grünen kamen vom schwäbischen Unternehmer Frank Hansen.

(dpa)
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