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Massive Randale drohen: Hamburg unter Gipfel-Spannung

Die Stunden bis zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs werden gezählt. Demos, Verabredungen, Gerichtsbeschlüsse, Ansagen und Argumente prägen das Vorgeschehen.
Das Camp wurde geräumt. Das Camp wurde geräumt.
Hamburg. 

Der Countdown bis zum Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs läuft. Bevor sie am Freitag in den Messehallen loslegen, werden Vorgespräche zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Staatsgästen festgelegt. Den gewaltbereiten Demonstranten macht Hamburgs Innensenator Andy Grote eine klare Ansage. Fünf Festnahmen und fünf Leichtverletzte sind Ergebnis der zurückliegenden Demo-Nacht. Für die Unterbringung der Protestler macht ein Gericht den Weg frei.

  Ausblick 1: Kanzlerin Merkel trifft heute in Hamburg neben US-Präsident Donald Trump voraussichtlich auch – trotz aller Verstimmungen – den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Das Gespräch mit Erdogan vor Beginn des G 20-Gipfels finde auf Wunsch Ankaras statt, berichtete Regierungssprecher Steffen Seibert.

  Ausblick II: Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) warnte Teilnehmer der linksautonomen Demonstration „Welcome to Hell“ vor Ausschreitungen. Zu der Demonstration werden rund 10 000 Menschen erwartet, bis zu 8000 davon seien gewaltbereit.

  Einsicht: Die Demonstranten gegen den G20-Gipfel dürfen im Protestcamp auf der Halbinsel Entenwerder 300 Schlafzelte für jeweils zwei bis drei Personen aufbauen. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht (OVG) gab einer Beschwerde der Anmelder des Camps teilweise statt.

  Rückblick: Bei Anti-G20-Demonstrationen am Dienstagabend in Hamburg haben sich nach Angaben der Polizei vier Beamte und eine unbeteiligte Frau leicht verletzt. Fünf Demonstranten wurden vorläufig festgenommen.

  Durchlass: Die Hamburger Polizei errichtete am Mittwoch die Durchlassstellen an der Sicherheitszone um die Messehallen, dem Tagungsort der G20 am 7. und 8. Juli. Laut Polizei sind in der ganzen Stadt 7,8 Kilometer Absperrgitter errichtet.

  Standpunkt: Kritiker werfen den Top-Wirtschaftsmächten vor, nur „Kofferträger des internationalen Kapitals“ zu sein. Zu Beginn des alternativen Gipfels am Mittwoch in Hamburg beklagten sie Ausbeutung, die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Macht multinationaler Konzerne, zunehmende Repression und die Zerstörung natürlicher Ressourcen.

  Aussicht: Popstar Elton John (70) sagte sein Konzert in Hamburg an diesem Samstag kurzfristig wegen des G 20-Gipfels ab. Für das Tourneeflugzeug des Musikers sei wegen der Beschränkungen rund um das Treffen der Staats- und Regierungschefs die Landeerlaubnis zunächst nicht erteilt worden, berichtete der Konzertveranstalter Karsten Jahnke. „Irgendwann musste eine Entscheidung getroffen werden.“ Die Show soll nun im Dezember über die Bühne gehen. Seiten 2 und 3

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