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Interview mit Hans-Joachim Schmidt: „Ergebnisse sind mehr als nur Symbolik“

Sorgfältige Inszenierung symbolischer Bilder: Kim und Trump in einem langen Gang. Foto: STEPHANIE CHASEZ (imago stock&people) Sorgfältige Inszenierung symbolischer Bilder: Kim und Trump in einem langen Gang.

Herr Schmidt, Sie sind Korea-Experte der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung. Wie schätzen Sie den Ausgang des Treffens zwischen den Staatschefs ein?

HANS-JOACHIM SCHMIDT: Es ist ein Kompromiss. Sowohl Nordkorea als auch die USA, haben ihre Ausgangspositionen nicht zu 100 Prozent aufgegeben. Der weitere Verlauf der Verhandlungen zwischen beiden Länder wird nun zeigen, was noch möglich ist.

Donald Trump wird nachgesagt, er sei ein Dealmaker. Hat er Kim Jong Un „über den Tisch gezogen“?

SCHMIDT: Nein, die Ergebnisse des Treffens sind mehr als nur Symbolik. Sie haben Substanz. So hat sich Kim verpflichtet, an einer vollständigen nuklearen Abrüstung der koreanischen Halbinsel zu arbeiten. Das schließt aber auch den Abzug der amerikanischen Streitkräfte mit ein. Kim hat aber nicht durchblicken lassen, wie lange er dafür braucht. Die USA garantieren im Gegenzug einen Friedensprozess.

Über was wurde während des Treffens nicht geredet?

SCHMIDT: Über das Thema Bio- und Chemiewaffen wurde offenbar nicht gesprochen.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob das „Thema Korea“ eine bilaterale Angelegenheit zwischen Nordkorea und den USA wäre. Ist das so?

SCHMIDT: In der Tat. Die USA haben die Verhandlungen an sich gezogen. China, Russland und Japan sind erst einmal aus dem Spiel. Diese Länder, vor allem China und Russland, sollten aber in die Verhandlungen wieder mit einbezogen werden, sonst könnten diese gegebenenfalls die UN-Sanktionen gegen Nordkorea unterlaufen.

 

(Interview: Dieter Hintermeier)

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