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IS-Kämpfer: Islamist kommt wegen Kriegsverbrechen in Syrien vor Gericht

Frankfurt. 

Wegen Kriegsverbrechen nahe der nordsyrischen Stadt Aleppo muss sich vom 26. April an ein deutscher Islamist vor Gericht verantworten. Das Oberlandesgericht in Frankfurt ließ nach eigenen Angaben vom Mittwoch die Anklage der Bundesanwaltschaft gegen den 32-Jährigen zu und eröffnete das Hauptverfahren. Als mutmaßliche Mitglied des Islamischen Staates (IS) soll Abdelkarim E. B. vor rund fünf Jahren einen Kämpfer einer verfeindeten Miliz gefangen genommen und geschlagen haben, damit er seinen militärischen Auftrag verrät.

Auch habe der Mann dem Gefangenen mit Folter gedroht und das Geschehen mit seinem Mobiltelefon gefilmt. Für die Verhandlung sind zunächst zwölf Sitzungen angesetzt. Der 32-Jährige wurde bereits 2016 wegen der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung und einem Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Er sitzt seine Strafe derzeit ab.

(dpa)

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