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Lafontaine gegen allgemeine Dienstpflicht

Oskar Lafontaine sieht „erhebliche rechtliche Bedenken” bei der Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht. Foto: Oliver Dietze Oskar Lafontaine sieht „erhebliche rechtliche Bedenken” bei der Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht.
Saarbrücken. 

Der frühere Linke-Chef Oskar Lafontaine ist gegen eine allgemeine Dienstpflicht für junge Männer und Frauen. Es gebe nicht nur „erhebliche rechtliche Bedenken”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

„In jedem Fall sollte nicht der Verdacht aufkommen, dass man Menschen verpflichtet, die dann für ein Taschengeld arbeiten.” Die Antwort auf den Mangel an Pflegekräften sei ganz einfach: „Wenn man ordentliche Löhne zahlt, dann kommen die Leute auch.”

Ähnlich äußerte sich der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. In der „Süddeutschen Zeitung” wies es der CDU-Politiker zurück, junge Menschen zu einem sozialen Dienstjahr zu verpflichten. „Viel besser ist es doch, die Dienste attraktiver zu machen, so dass möglichst viele mitmachen.” Einen Pflichtdienst lehnte er mit der Begründung ab, niemand solle „der Notnagel in der Pflege” sein.

Lafontaine, Vorsitzender der Linken-Fraktion im saarländischen Landtag, sprach sich ferner gegen Überlegungen in der CDU zur Wiedereinführung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht aus. „Man sollte aufhören, unsere Soldaten in Kriegseinsätze in aller Welt zu schicken. Es müsste doch nachvollziehbar sein, dass viele junge Menschen ihr Leben nicht am Hindukusch aufs Spiel setzen wollen.” Die Debatte der CDU sei „ein Nebenkriegsschauplatz”.

(dpa)
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