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Bundestagswahl: Linke will sozialer Oppositionsführer bleiben

Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linkspartei, spricht auf der Wahlparty der Linken zum Ausgang der Bundestagswahl. Foto: Jan Woitas (dpa-Zentralbild) Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linkspartei, spricht auf der Wahlparty der Linken zum Ausgang der Bundestagswahl.
Berlin. 

Sahra Wagenknecht wirkt auf der Wahlparty der Linken mit sich im Reinen. Die Schuld am Erfolg der AfD sieht die Spitzenkandidatin bei den anderen, bei einer jahrelangen Politik gegen die Interessen der Menschen, wie sie sagt, bei Union und SPD. „Das sind die Mütter und Väter der AfD“, ruft Wagenknecht. Doch wie soll es nun bei der Linken weitergehen?

„Hoffentlich kommt wenigstens bei der SPD der Warnschuss an“, sagt Wagenknecht. „Es wäre super, wenn sie in die Opposition gehen und sich da mal regenerieren.“ Dieses Anliegen dürfte in Erfüllung gehen – doch für die Linke wird es so in den kommenden vier Jahren nicht leichter. Bisher war sie Oppositionsführerin und Wagenknecht die wortgewaltigste Gegnerin der Kanzlerin im Bundestag. Nun ruft sie aus: „Wir werden der soziale Oppositionsführer bleiben.“

Doch was heißt das? Kann die Linke verhindern, dass die AfD als drittstärkste Fraktion im Bundestag mit deftigen Parolen punktet? Als Wagenknecht nach ihrem Auftritt die Wahlparty in Begleitung ihres Mannes Oskar Lafontaine mit dem Auto verlässt, gibt der Ex-Linke- und Ex-SPD-Chef am Telefon Auskunft über sein Rezept für die Zeit nach dieser Wahl. Mit ihrem Ergebnis könne die Linke zufrieden sein, meint Lafontaine. „Es ist das zweitbeste Ergebnis seit ihrer Gründung.“ Nach den ersten Hochrechnungen lag die Partei nur 2009 mit damals 11,9 Prozent besser, 2013 mit 8,6 Prozent etwas schlechter als heute mit voraussichtlich um 9 Prozent.

Wagenknecht sieht jetzt als Hauptaufgabe, „dass dieser enorme Rechtsruck, dass der nicht in vier Jahren nochmal weitergeht. Das wäre wirklich die Hölle.“ Auch Parteichef Bernd Riexinger richtet seinen Blick weit in die Zukunft, um Zuversicht auszustrahlen: „Ich hoffe, dass diese vier Jahre genutzt werden, um eine klare Machtalternative zu erarbeiten.“

(dpa)
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