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Nach Bemerkung über McCain: Trump-Assistentin geht

„Das ist egal. Er stirbt sowieso”, soll Kelly Sadler bei einer Besprechung mit Kollegen im Weißen Haus über den schwerkranken US-Senator John McCain gesagt haben. Nun wurde sie entlassen.
Sadler soll McCain verspottet haben. Foto: Valda Kalnina Sadler soll McCain verspottet haben.
Washington. 

Nach einer abfälligen Bemerkung über den an Krebs erkrankten US-Senator John McCain verlässt eine Mitarbeiterin des Weißen Hauses das Büro von Präsident Donald Trump.

Kelly Sadler arbeite nicht mehr länger dort, teilte der Vize-Sprecher des Weißen Hauses, Raj Shah, am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Wer die Entscheidung traf und ob sie in direktem Zusammenhang mit dem Vorfall steht, blieb zunächst unklar.

Sadler hatte Berichten zufolge Mitte Mai in einem nicht-öffentlichen Stabstreffen McCain verspottet und damit eine Debatte über den Ton der Regierung ausgelöst. Zu der Opposition McCains gegen die damals von Trump als neue CIA-Chefin nominierte Gina Haspel sagte Sadler, die zu Trumps Kommunikationsstab gehört, demnach: „Das ist egal. Er stirbt sowieso.”

Der 81-jährige McCain leidet an einem Hirntumor. Ärzte hatten das Geschwulst im vergangenen Juli entdeckt, als sich der Ex-Präsidentschaftskandidat der Republikaner wegen eines Blutgerinnsels über dem Auge einer Operation unterziehen musste.

Der ehemalige Vietnam-Kriegsgefangene stand Haspel kritisch gegenüber, weil sie an der Folter von Gefangenen durch den CIA nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 beteiligt gewesen sein soll. Der Senat stimmte Mitte Mai schließlich Haspels Nominierung zu.

Die „Washington Post” berichtete unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, dass eine interne Auseinandersetzung zwischen Sadler und der Direktorin für strategische Kommunikation im Weißen Haus, Mercedes Schlapp, über die Folgen der McCain-Bemerkung ausschlaggebend gewesen sei.

(dpa)
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