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Nordkorea-Krise: China sagt Hilfe für Gespräche zu

Seoul sucht bei seinen Nachbarn Unterstützung für die geplanten Atomgespräche mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim. Neben China wollen südkoreanische Politiker auch Japan und Russland besuchen.
Xi Jinping empfängt Südkoreas nationalen Sicherheitsberater Chung Eui Yong in der Großen Halle des Volkes.  Foto: Etienne Oliveau/POOL Getty Images Xi Jinping empfängt Südkoreas nationalen Sicherheitsberater Chung Eui Yong in der Großen Halle des Volkes. 
Seoul/Peking. 

China und Südkorea wollen bei der Lösung des Atom-Konfliktes auf der koreanischen Halbinsel eng zusammenarbeiten.

Beide Nationen sollten „ihre Kommunikation stärken” und sensible Themen richtig lösen, zitierte die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap den chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach einem Treffen mit Südkoreas nationalem Sicherheitsberater Chung Eui Yong in Peking. 

In einem vorangegangenen Gespräch mit Chinas oberstem Außenpolitiker, Staatsrat Yang Jiechi, lobte Chung demnach Chinas Engagement für eine friedliche Lösung im Nordkorea-Konflikt, das von großer Hilfe sei. Yang Jiechi versicherte, dass China sich dazu bekenne, „Frieden und Stabilität auf der koreanischen Halbinsel zu erhalten und durch Dialog und Verhandlungen eine Lösung zu finden.”

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte nach südkoreanischen Angaben US-Präsident Donald Trump ein Treffen angeboten, bei dem beide Seiten auch über eine Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel sprechen könnten. Trump stimmte während des Besuchs der südkoreanischen Sondergesandten in Washington in der vergangenen Woche dem Angebot überraschend zu. 

Vor ihrem Besuch in Washington hatten Moons Emissäre mit Kim auch ein innerkoreanisches Gipfeltreffen bis Ende April vereinbart. Die beiden Staaten hatten zuletzt die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang im Februar als Vehikel benutzt, um sich nach langer Funkstille wieder anzunähern. 

Die Zusammenarbeit der Länder in der Region gilt als wichtig, um mögliche Vereinbarungen zur Lösung des Konflikts um Nordkoreas Atomprogramm durchzusetzen. Südkoreas Präsident Moon Jae In schickte deshalb seinen Sicherheitsberater zunächst nach Peking. An diesem Dienstag werde er südkoreanischen Medien zufolge nach Moskau reisen. 

Südkoreas Geheimdienstchef Suh Hoon soll unterdessen die Regierung in Tokio über die Gespräche südkoreanischer Emissäre in Pjöngjang und Washington unterrichten. China, Russland und Japan hatten neben Nordkorea, den USA und Südkorea an den mittlerweile seit Jahren eingefrorenen Sechs-Parteien-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm teilgenommen. 

(dpa)
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