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Obama liegt im "Präsidentenmacher-Staat" Ohio vorn

Der Bundesstaat Ohio ist bei Präsidentenwahlen in den USA wie ein Orakel: Wer hier gewinnt, schafft es ins Weiße Haus. Eine Umfrage sieht Amtsinhaber Obama vorn - aber nur hauchdünn. Die US-Präsidentenwahl bleibt für Amtsinhaber Barack Obama und seinen Herausforderer Mitt Romney dennoch eine Zitterpartie.
Mit aufgekrempelten Ärmeln: US-Präsident Barack Obama im Endspurt des Wahlkampfs. Foto: Michael Reynolds Mit aufgekrempelten Ärmeln: US-Präsident Barack Obama im Endspurt des Wahlkampfs. Foto: Michael Reynolds
Washington. 

In dem besonders heiß umkämpften Bundesstaat Ohio würden nach einer Umfrage des TV-Senders CNN 50 Prozent der Befragten für Obama und 46 Prozent für Romney stimmen. Anderthalb Wochen vor der Wahl sei der Vorsprung so knapp, dass eine sichere Voraussage nicht möglich sei, erklärte der Sender am Samstag.

Angesichts des Kopf-an-Kopf-Rennens versucht Obama, die für ihn mit wahlentscheidende Gruppe der jungen Wähler zu mobilisieren. Er bat den Musiksender MTV ins Weiße Haus und ließ sich 30 Minuten lang interviewen. Dabei ging es um Jobs, Zukunftschancen der jungen Leute sowie um seine beiden Töchter Malia und Sasha. Obama enthüllte, dass die beiden noch keinen eigenen Facebook-Zugang hätten - aus Sicherheitsgründen. Zudem äußerte er sich zum Thema Homosexuellen-Ehe und meinte, dass bei diesem Streitthema eher die Bundesstaaten, nicht die Zentralregierung entscheiden sollten.

Der Bundesstaat Ohio hat beim Rennen um die Präsidentschaft hohen Symbolwert. Wer hier gewinnt, hat den Wahlsieg praktisch in der Tasche. Noch niemals in der Geschichte der USA zog ein Republikaner ins Weiße Haus ein, ohne Ohio für sich gewonnen zu haben. Der letzte demokratische Kandidat, der es ohne Ohio ins Präsidentenamt schaffte, war John F. Kennedy vor über 50 Jahren. Im Romney-Lager hieß es am Freitag: "Wenn wir Ohio nicht gewinnen, ist es hart, auf nationaler Ebene zu gewinnen."

Der Staat im Mittleren Westen gehört zu den etwa zehn sogenannten Swing States. In diesen Wechsel-Staaten haben traditionell sowohl Demokraten als auch Republikaner eine Chance. In den anderen 40 Bundesstaaten steht in aller Regel bereits vor dem Wahltag fest, welches Lager gewinnt. Weitere wichtige Swing States sind unter anderem Florida, Virginia und Wisconsin.

Unterdessen reisen die beiden Kandidaten weiter kreuz und quer durchs Land, um auch die letzten unentschiedenen Amerikaner für sich zu mobilisieren. Dabei machte Romney sich Obamas Slogan von vor vier Jahren zu eigen: Er wirbt für "echten, für großen Wandel".

Auch in der Schlussphase des Wahlkampfes setzt Obama erneut auf die Unterstützung von Ex-Präsident Bill Clinton. Die beiden wollen am kommenden Montag gemeinsam bei Wahlveranstaltungen in Ohio, Florida und Virginia auftreten - falls ihnen der drohende Hurrikan "Sandy" nicht einen Strich durch die Rechnung macht.

(dpa)
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