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Patienten sollen Gesundheitsdaten in die Cloud stellen

Elektronische Gesundheitskarte: Beim Digitalgipfel in Ludwigshafen wurde auch das Hochladen von Patientendaten in eine "Gesundheitscloud" diskutiert. Foto: Harald Tittel Elektronische Gesundheitskarte: Beim Digitalgipfel in Ludwigshafen wurde auch das Hochladen von Patientendaten in eine "Gesundheitscloud" diskutiert. Foto: Harald Tittel
Ludwigshafen. 

Politiker, Unternehmen und Wissenschaftler haben sich zum Start des Digitalgipfels in Ludwigshafen für eine zügige Vernetzung von Daten im Gesundheitswesen ausgesprochen.

„Wir sind jetzt dabei, Krankenhäuser, Arztpraxen und die 70 Millionen gesetzlich Versicherten über ein sicheres Netz miteinander zu verbinden”, sagte Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) der „Rhein-Neckar-Zeitung”. Letzte Sicherheitstests seien erfolgreich abgeschlossen, so dass die erforderliche Technik bis Ende kommenden Jahres flächendeckend in allen Kliniken und Praxen verfügbar sein werde.

Röntgenbilder, Laborberichte, Daten zu Untersuchungen, Impfungen oder Medikamenten sollten nicht länger in einzelnen Praxen, Kliniken oder Rehazentren liegen, sondern für Patienten zentral verfügbar sein, empfahl Microsoft Deutschland. Um den Anforderungen etwa in der Telemedizin gerecht zu werden, komme es auf reaktionsschnelle Netzverbindungen an, betonte der schwedische Netztechnikanbieter Ericsson und nannte dabei die Mobilfunktechnik 5G.

Das Hasso-Plattner-Institut in Potsdam (HPI) stellte auf dem Digitalgipfel einen „radikal patienten- oder bürgerorientierten Ansatz” vor. „Dabei bieten wir den Patienten die Möglichkeit, ihre Daten in einer Gesundheitscloud abzulegen, die wir entwickeln”, sagte HPI-Direktor Christoph Meinel der Deutschen Presse-Agentur. Die Patienten können dann entscheiden, welcher Art von Datennutzung auf Seiten von Ärzten, Krankenhäusern oder Unternehmen sie zustimmen.

(dpa)
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