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Protest gegen Rassismus in Merseburg

Neonazis versammeln sich vor dem Hauptbahnhof in Merseburg. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv Neonazis versammeln sich vor dem Hauptbahnhof in Merseburg. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv
Merseburg. 

Gegen Fremdenhass und Rechtsextremismus sind in Merseburg nach Polizeiangaben rund 500 Menschen auf die Straße gegangen. Anlass waren mehrere Übergriffe auf Ausländer in der Kleinstadt im Süden Sachsen-Anhalts.

Ein Bündnis aus Parteien und Organisationen hatte zu dem Protest aufgerufen. Es gebe in der Stadt wie auch in anderen Regionen Deutschlands einen latenten Alltagsrassismus in der Bevölkerung, hieß es. Dies fange bei abfälligen Bemerkungen über Menschen an, die fremd seien, und biete Neonazis eine Plattform.

Laut Polizei versammelten sich etwa zeitgleich einige Rechtsextremisten in Merseburg. Mehrere Hundertschaften der Polizei waren vor Ort.

Vom Merseburger Bahnhof aus zogen die Teilnehmer der Demonstration «Flüchtlinge bleiben! Rassismus aus den Köpfen treiben» Richtung Innenstadt. Vor dem Bahnhof waren binnen einer Woche zwei Männer aus Somalia und Algerien sowie ein bislang noch unbekanntes drittes Opfer aus Afrika angegriffen worden. In zwei Fällen gehen die Ermittler von rechtsextremen Tätern aus.

Verkleidet als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer oder alltäglich gelebter Rassismus? Die Stadtwette sorgte im Dezember bei «Wetten, dass..?» für Diskussionen um alltäglichen Rassismus. Foto: dpa
Hessen: Kampf gegen Rassismus im Alltag

Der hessische Landesausländerbeirat fordert Schwarz-Grün zum Kampf gegen Rassismus im Alltag auf - der Staat müsse als Vorbild dienen. Anonymisierte Bewerbungsverfahren und interkulturelle Schulungen für Lehrer, Polizisten und Fahrscheinkontrolleure könnten Abhilfe schaffen.

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