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Fahrpreiserhöhung: RMV-Preise steigen um 1,5 Prozent

Von Die Fahrpreiserhöhung beim Rhein-Main-Verkehrsverbund fällt so niedrig aus wie noch nie: Jährlich 1,5 Prozent mehr müssen Fahrgäste in den kommenden drei Jahren zahlen. In Frankfurt sollen die Preise für einige Tickets deutlich sinken – was aber politisch umstritten ist.
Ein RMV-Fahrscheinautomat. Ein RMV-Fahrscheinautomat.
Frankfurt. 

Es ist eine Art Naturgesetz: Jedes Jahr im Januar werden die Tickets für Busse und Bahnen teurer. In den vergangenen Jahren hob der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) die Preise zum Teil um mehr als drei Prozent an und begründete das mit den steigenden Kosten. Am Dienstag aber hat der Aufsichtsrat die weitere Entwicklung zumindest gebremst: In den kommenden drei Jahren werden die Preise jeweils um 1,5 Prozent angehoben. Das ist der niedrigste Wert seit Gründung des RMV im Jahre 1995. „Damit haben wir Planungssicherheit“, sagte RMV-Geschäftsführer Knut Ringat nach der Sitzung. Es sei für den Verbund trotz steigender Kosten verkraftbar, auf eine stärkere Anhebung der Preise zu verzichten. „Wir haben durch wachsende Fahrgastzahlen zusätzliche Einnahmen“, betonte er.

Vergünstigung für Senioren

Die Preiserhöhung gilt für das gesamte RMV-Gebiet und alle Arten von Fahrscheinen. In Frankfurt allerdings sollen einige Tickets auch billiger werden. So ist eine vergünstigte Jahreskarte für Senioren vorgesehen, die 550 Euro und damit rund 20 Prozent weniger als bisher kostet. Wenn damit gute Erfahrungen gemacht werden, könnte das Angebot auf andere Städte ausgeweitet werden.

Symbolbild
Kommentar: RMV-Tarife - Schöne Wahlgeschenke

Es ist nur ein Zufall, dass über die künftigen Ticketpreise für Busse und Bahnen in der Region ausgerechnet in der Woche entschieden wird, in der in Frankfurt die Internationale Automobilausstellung eröffnet wird.

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Um bis zu einem Viertel gesenkt werden sollen auf Initiative des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) die Preise für Einzelfahrscheine und Tageskarten in der Mainmetropole. Feldmann rechnet damit, dass sich diese Vergünstigung selbst finanziert, weil mehr Tickets verkauft werden. Eventuelle Einnahmeausfälle – das Risiko liegt bei mehr als drei Millionen Euro pro Jahr – müsste die Stadt Frankfurt tragen.

So viel kosten die Tickets künftig

Die beschlossene Preiserhöhung von 1,5 Prozent ist ein Durchschnittswert. Da die Preise gerundet werden, kann der tatsächliche Aufschlag je nach Ticket mal geringer und mal höher ausfallen.

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Damit ist allerdings die Frankfurter CDU, die mit SPD und Grünen die Mehrheit im Stadtparlament stellt, nicht einverstanden. Sie vermisst ein schlüssiges Konzept. Noch kurz vor der Aufsichtsratssitzung warnten CDU-Politiker den Oberbürgermeister, der Fahrpreissenkung zuzustimmen, da er dafür kein Mandat habe. Feldmann jedoch setzte sich über das Veto des Koalitionspartners hinweg. „Die Fahrpreise werden vom RMV-Aufsichtsrat und nicht von der Frankfurter CDU beschlossen“, sagte er.

Fahren zum halben Preis

Nicht umstritten sind hingegen Neuerungen beim vorerst nur für Testkunden verfügbaren entfernungsabhängigen Tarif „RMV smart“. Schon zum 1. Oktober werden Grund- und Kilometerpreis um rund acht Prozent gesenkt. Noch günstiger fährt, wer sich für das Modell „Smart 50“ entscheidet. Für 5 Euro monatlich bekommt man sämtliche Tickets zum halben Preis – und kann sogar noch bis zu vier Personen ebenfalls zum vergünstigten Tarif mitnehmen. „Damit sind wir sehr konkurrenzfähig zum Auto“, sagte Ringat.

ARCHIV - Viele Menschen verlassen am 05.05.2015 eine gerade eingefahrene S-Bahn im unteren Teil des Hauptbahnhofs in Frankfurt/Main (Hessen). Seit Monatsbeginn können RMV-Nutzer bei Verspätungen von zehn Minuten und mehr Geld zurückverlangen. (zu dpa «Bei Verspätung gibt's Geld zurück - RMV zieht erste Zwischenbilanz» vom 12.06.2017) Foto: Christoph Schmidt/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Feldmann ignoriert bei Fahrpreissenkung Veto des Koalitionspartners RMV-Tarife: OB drückt Ticket-Geschenk durch

Billigere Einzel- und Tagestickets für Frankfurt hat der Aufsichtsrat des Rhein-Main-Verkehrsverbundes am Dienstag beschlossen. Die Initiative dafür ging von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) aus, der sich über ein ausdrückliches Veto der Frankfurter CDU hinwegsetzte.

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Noch nicht gelöst ist das Problem der hohen Sprünge im Normaltarif bei Fahrten über Stadt- und Kreisgrenzen hinweg, etwa von Frankfurt nach Offenbach. Hochtaunus-Landrat Ulrich Krebs (CDU), Vizechef des Aufsichtsrates, kündigte eine Lösung für das kommende Jahr an. Dann sollen Zwischenpreisstufen eingeführt werden.

Darüber hinaus denkt der RMV dem Vernehmen nach über weitere Angebote nach: So könnte es ein vergünstigtes Abendticket für Fahrten nach 19 Uhr geben. Im Gespräch ist auch eine zusätzliche Preisstufe, die Tickets für Fahrten in kleinen Städten wie Karben deutlich billiger machen würde. Seiten 2 und 15

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