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Referendum über Verbot von Homoehe in Rumänien

Ein Mann verlässt mit einem Kind auf seinen Schultern eine Wahlkabine. In Rumänien hat ein zweitägiges Referendum über die Festschreibung des Verbots der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung begonnen. Foto: Andreea Alexandru/AP Ein Mann verlässt mit einem Kind auf seinen Schultern eine Wahlkabine. In Rumänien hat ein zweitägiges Referendum über die Festschreibung des Verbots der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung begonnen.
Bukarest. 

In Rumänien hat ein zweitägiges Referendum über die Festschreibung des Verbots der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Verfassung begonnen. Derzeit definiert Rumäniens Verfassung die Ehe geschlechtsneutral als Bund zwischen „Ehegatten”.

Die Initiatoren der Volksbefragung wollen erreichen, dass der Begriff „Ehegatten” im Grundgesetz durch „Mann und Frau” ersetzt wird. Die Wahllokale schließen am Sonntag um 2000 MEZ. Erste Ergebnisse werden in der Nacht zum Montag erwartet.

Beobachter rechneten mit einem klaren Ja-Votum für eine solche Verfassungsänderung. Die religiös motivierte Bewegung „Koalition für die Familie” hatte dafür fast drei Millionen Unterschriften gesammelt. Sie hat Anhänger in allen politischen Lagern. Das Parlament hatte die Volksbefragung auf Druck der sozialliberalen Regierung gebilligt.

Kritiker werfen der Regierung vor, mit diesem Referendum vom Streit um geplante Strafrechtsänderungen abzulenken, die korruptionsverdächtigen Politikern zugutekommen würden. Bürgerrechtler warnten zudem vor Fälschungen, unter anderem weil bei diesem Referendum das bewährte elektronische Überwachungssystem, das Mehrfach-Stimmabgaben verhindern soll, nicht eingesetzt wird. Für die Gültigkeit der Volksbefragung reicht eine 30-prozentige Beteiligung der 18,9 Millionen Wahlberechtigten. 

(dpa)
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