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Rohingya-Rebellen in Myanmar erklären einmonatige Waffenruhe

Mindestens 270 000 Rohingya flohen nach Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR vor Kämpfen in Myanmar ins Nachbarland Bangladesch. Die Muslime berichten von ethnischen Säuberungen. Jetzt könnte sich die Lage etwas entspannen.
Indische Muslime protestieren in Hyderabad (Indien) mit Schildern und Plakaten gegen die Unterdrückung und Gewalt gegenüber den Rohingyas in Myanmar. Foto: Mahesh Kumar A. Indische Muslime protestieren in Hyderabad (Indien) mit Schildern und Plakaten gegen die Unterdrückung und Gewalt gegenüber den Rohingyas in Myanmar.
Sittwe. 

Rebellen der muslimischen Minderheit der Rohingya in Myanmar haben eine einseitige Waffenruhe erklärt. Die „humanitäre Pause” solle ab sofort einen Monat dauern und Hilfsorganisationen die Gelegenheit geben, sich um die Opfer des Konflikts im Bundesstaat Rakhine zu kümmern, teilte die „Arakan Rohingya Salvation Army” am Sonntag auf Twitter mit.

Die jüngste Gewaltwelle dort hatte Ende August mit Angriffen der Rebellengruppe auf Polizei- und Militärposten begonnen. Die Armee des südostasiatischen Landes antwortete nach eigenen Angaben mit einer „Räumungsaktion”. Hunderte Menschen sollen seitdem ums Leben gekommen sein. Mindestens 270 000 Rohingya flohen nach Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR ins Nachbarland Bangladesch.

Was genau in Rakhine vor sich geht, weiß niemand. Die Vereinten Nationen haben keinen Zugang. Geflüchtete berichteten, dass ihre Häuser niedergebrannt worden und Familienangehörige erschossen worden seien. Überprüfen ließen sich solche Angaben nicht. Die Rohingya werden im vorwiegend buddhistischen früheren Birma nicht als Staatsbürger anerkannt.

„ARSA ruft die birmanische Regierung dringend auf, diese humanitäre Pause zu erwidern, indem sie offensive militärische Operationen beendet und sich daran beteiligt, den Opfern in allen vom Konflikt betroffenen Gegenden des Staates Arakan (Rakhine) zu helfen, ungeachtet derer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit”, hieß es in der Mitteilung.

(dpa)
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