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Fillon Überraschungssieger bei Präsidenten-Vorwahl: Sarkozy zieht sich nach Niederlage aus Politik zurück

Er wollte die Revanche für seine Abwahl 2012 - doch nun muss Ex-Präsident Sarkozy das Handtuch werfen. Die Entscheidung um die Präsidentschaftskandidatur von Frankreichs Konservativen fällt zwischen seinen Konkurrenten Fillon und Juppé. Foto: Ian Langsdon Er wollte die Revanche für seine Abwahl 2012 - doch nun muss Ex-Präsident Sarkozy das Handtuch werfen. Die Entscheidung um die Präsidentschaftskandidatur von Frankreichs Konservativen fällt zwischen seinen Konkurrenten Fillon und Juppé. Foto: Ian Langsdon
Paris. 

Bei der Präsidentschaftsvorwahl von Frankreichs Konservativen hat es eine doppelte Überraschung gegeben: Während der frühere Premierminister François Fillon in der ersten Runde einen spektakulären Sieg einfuhr, schied Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy mit einer krachenden Niederlage aus dem Kandidatenrennen aus. Fillon tritt nun bei der Stichwahl am kommenden Sonntag als Favorit gegen den zweitplatzierten Ex-Premier Alain Juppé an.

Fillon, der von 2007 bis 2012 unter Sarkozy Premierminister war, kam nach vorläufigen Angaben der Wahlkommission gestern völlig überraschend auf mehr als 44 Prozent der Stimmen. Der lange Zeit als haushoher Favorit gehandelte Ex-Premier Juppé erzielte knapp 29 Prozent. Weniger als 21 Prozent entfielen auf Sarkozy. Die übrigen vier konservativen Präsidentschaftsanwärter erhielten jeweils weniger als drei Prozent.

Umfragen hatten wochenlang ein Duell zwischen Juppé und Sarkozy vorhergesagt. In den Tagen unmittelbar vor der ersten Wahlrunde legte Fillon aber eine atemberaubende Aufholjagd hin. Der 62-jährige Wirtschaftsliberale sprach in einer ersten Stellungnahme von einer „mächtigen Dynamik“. Er wolle Frankreich wieder aufrichten und den Bürgern „neue Hoffnung“ geben.

Der sichtlich enttäuschte Sarkozy räumte noch am Sonntagabend seine Wahlniederlage ein und verkündete seinen Rückzug aus der Politik. afp

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Kommentar: Fillon hat beste Chancen

Das überraschende Vorwahl-Ergebnis bei Frankreichs Konservativen markiert die Rückkehr einer klassischen Bürgerlich-Rechten, die sich zu katholisch-konservativen Werten bekennt, aber klar von der extremen Rechten absetzt.

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