Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 7°C

Saudi-Arabien hebt Blockade des Jemens teilweise wieder auf

Ort eines Luftangriffs in Jemens Hauptstadt Sanaa. Foto: Hani Mohammed Foto: dpa Ort eines Luftangriffs in Jemens Hauptstadt Sanaa. Foto: Hani Mohammed
Aden. 

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition hat eine Anfang der Woche verhängte Blockade der Flug- und Seehäfen des Bürgerkriegslandes Jemen teilweise aufgehoben. Von Sonntag an könnten die Städte Aden und Saijun wieder angeflogen werden.

Das meldete der von Saudi-Arabien finanzierte Nachrichtenkanal Al-Arabija unter Berufung auf den jemenitischen Verkehrsminister Murad al-Halimi. Zuvor war bereits der Seehafen im südjemenitischen Aden wieder geöffnet worden.

Die Koalition hatte die Flug- und Seehäfen am Montag geschlossen. Sie reagierte damit auf einen Angriff der schiitischen Huthi-Rebellen am Wochenende auf die saudische Hauptstadt Riad mit einer Rakete. Die Rakete war abgefangen worden. Die Koalition argumentierte, mit der Blockade sollten Waffenlieferungen des schiitischen Irans an die Huthis unterbunden werden.

Hilfsorganisationen warnten jedoch, die Blockade verschlimmere die ohnehin schon dramatische humanitäre Lage im Jemen noch weiter. Dem Land drohe eine der größten Hungerkatastrophen weltweit. Mehr als 20 Millionen Menschen sind demnach auf humanitäre Hilfe angewiesen. Weiterhin geschlossen bleibt jetzt der für internationale Hilfslieferungen wichtige Hafen Hudaida im Westen des Landes.

Im Jemen tobt seit rund drei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg, der auch ein Stellvertreterkonflikt zwischen den Erzrivalen Saudi-Arabien und Iran ist. Teheran unterstützt die Huthis, die große Teile im Westen des Landes kontrollieren. Das von Saudi-Arabien angeführte Bündnis bombardiert seit Frühjahr 2015 regelmäßig Stellungen der Rebellen.

(dpa)
Bilderstrecke Saudi-Arabien hebt Blockade des Jemens teilweise wieder auf
Ort eines Luftangriffs in Jemens Hauptstadt Sanaa. Foto: Hani MohammedEin Mädchen sucht im Abfall auf einer Straße in Sanaa nach verwertbarem. Im Jemen sind Millionen Menschen vom Hunger bedroht.Hungernde Menschen warten in Sanaa auf Essensrationen einer lokalen Wohltätigkeitsorganisation. Foto: Hani Mohammed
Zur Startseite Mehr aus Politik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse