Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Saudische Koalition bekennt sich zu Angriff auf Trauerfeier

Spurensicherung am Ort des Luftangriffs. Hier starben vergangenen Samstag mindestens 140 Menschen als Trauerfeier angegriffen wurde. Foto: Yahya Arhab Spurensicherung am Ort des Luftangriffs. Hier starben vergangenen Samstag mindestens 140 Menschen als Trauerfeier angegriffen wurde. Foto: Yahya Arhab
Riad. 

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat erstmals eingestanden, den verheerenden Luftangriff auf eine Trauerfeier in Jemens Hauptstadt Sanaa ausgeführt zu haben.

Dabei waren am vergangenen Samstag mindestens 140 Menschen getötet und mehrere hundert verletzt worden. „Falsche Informationen” der jemenitischen Verbündeten seien für die Attacke vom 8. Oktober verantwortlich, hieß es in einer heute veröffentlichten Mitteilung einer Untersuchungskommission.

Gegen die Verantwortlichen solle juristisch vorgegangen, den Opfern eine Entschädigung bezahlt werden, hieß es in der Mitteilung, die die amtliche saudische Nachrichtenagentur verbreitete. Saudi-Arabien war wegen des Luftangriffs international unter Druck geraten. Die US-Regierung hatte ihren Verbündeten ungewöhnlich scharf kritisiert. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte eine schnelle und unabhängige Untersuchung verlangt.

Jemens Hauptstadt Sanaa wird von schiitischen Huthi-Rebellen kontrolliert, die gegen die Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi kämpfen. Regierungstreue Militärs hätten mitgeteilt, dass sich an dem Ort des Luftschlags bewaffnete Huthi-Anführer aufhielten, hieß es in der Mitteilung der saudischen Untersuchungskommission. Daraufhin sei ein Flugzeug in der Region mit dem Angriff beauftragt worden, allerdings ohne Erlaubnis des Oberkommandos der Koalition.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Politik

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse