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Demo in Köln: Scharfe Kritik am Islamverband: Friedensmarsch ohne Ditib

Von Mit einer Demonstration gegen Terror und Gewalt wollen Muslime am Samstag in Köln ein Zeichen gegen den Missbrauch ihrer Religion setzen. Doch der größte deutsche Islamverband Ditib will nicht mitmachen.
Das Logo des Moscheeverbands Ditib. Foto: Marijan Murat/Archiv Das Logo des Moscheeverbands Ditib. Foto: Marijan Murat/Archiv
Frankfurt/Köln. 

Der Islamverband Ditib gerät wegen seiner Absage an die Demonstration gegen Terror heute in Köln immer stärker in die Kritik. Dieses Verhalten der Ditib-Verantwortlichen sei „einfach schade“, ließ Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ausrichten. Kritiker werfen Ditib vor, Sprachrohr des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu sein. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, vermutlich seien „türkische Regierungsgründe“ ausschlaggebend für die Absage. Bouffier fügte hinzu: „Ich bedauere es, dass Ditib nicht mitmacht.“ Der Verband schließe sich damit von einem Beitrag für einen liberalen Islam aus. Er finde die Argumentation von Ditib auch nicht überzeugend. Der Verband hatte erklärt: „Öffentlich wirksame Aktionen begrüßen wir, lehnen jedoch die Art und Weise, wie dieser angekündigte Marsch organisiert wurde, ab.“ Bouffier schloss Auswirkungen auf die Zusammenarbeit des Landes mit Ditib beim islamischen Religionsunterricht aus.

Der hessische Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (CDU) sagte. „Heute hätte Ditib Farbe bekennen und ein Zeichen gegen den radikal-islamistischen Terror setzen können“, so der gelernte Journalist, der unter anderem für die türkischsprachige Zeitung „Hürriyet“ als stellvertretender Redaktionsleiter Europa arbeitete. Der Verband habe mit seiner Demo-Absage eine große Chance vertan, sagt der CDU-Politiker. Auch für den hessischen SPD-Landtagsabgeordneten Turgut Yüksel ist es von Ditib das falsche Signal, nicht an der Kölner Demonstration teilzunehmen.

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