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Spitzelverdacht auch in Moscheeverband Ditib in Braunschweig

Der niedersächsische Vorsitzende des Moscheeverbandes Ditib, Yilmaz Kilic, bestätigte den Anfangsverdacht. Foto: Julian Stratenschulte Der niedersächsische Vorsitzende des Moscheeverbandes Ditib, Yilmaz Kilic, bestätigte den Anfangsverdacht. Foto: Julian Stratenschulte
Hannover. 

Auch Niedersachsens Sicherheitsbehörden haben den Verdacht, dass ein Imam als Spitzel im Auftrag der Türkei Anhänger der sogenannten Gülen-Bewegung ausspioniert hat. Der in den USA lebende Prediger Fethullah Gülen gilt in der Türkei als Staatsfeind, seine Anhänger werden rigoros verfolgt.

Ähnliche Spitzelvorwürfe hatte es schon in Nordrhein-Westfalen gegeben. Der niedersächsische Vorsitzende des Moscheeverbandes Ditib, Yilmaz Kilic, sagte: „Ich habe gestern mitgeteilt bekommen, dass es einen Anfangsverdacht gibt.” Wenn sich dieser Verdacht bestätige, sei der betreffende Imam in Braunschweig für ihn nicht mehr tragbar.

Ditib ist der Dachverband der türkisch-islamischen Vereine in Deutschland. Laut Satzung gibt es enge Verbindungen zum staatlichen Religionsamt Diyanet in Ankara. Ditib-Imame werden von der Türkei entsandt und bezahlt.

(dpa)
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