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Städtebund fordert Wohnungsreserve für Flüchtlinge

Deutschland muss sich nach Ansicht des Städtebundes auf steigende Flüchtlingszahlen einstellen und eine Wohnraumreserve vorhalten. Es kämen noch immer 200.000 Flüchtlinge im Jahr und niemand könne sagen, ob die Zahlen nicht wieder stiegen.
Ein Mann blickt aus einem Fenster im elften Stock eines Hochhauses. Foto: Britta Pedersen/Illustration Ein Mann blickt aus einem Fenster im elften Stock eines Hochhauses. Foto: Britta Pedersen/Illustration
Berlin. 

Deutschland sollte sich nach Ansicht des Deutschen Städte- und Gemeindebundes für eine mögliche erneute Erhöhung der Flüchtlingszahlen wappnen und eine Wohnraumreserve vorhalten.

„Nach wie vor kommen rund 200 000 Flüchtlinge pro Jahr nach Deutschland und niemand kann mit Sicherheit vorhersagen, ob die Zahlen nicht wieder deutlich ansteigen”, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Welt am Sonntag”. „Damit sich dramatische Engpässe bei der Unterbringung wie im Jahr 2015 nicht wiederholen, müssen Unterbringungsmöglichkeiten vorgehalten werden”, verlangte er.

Bund und Länder müssten genau erfassen, wo die Kommunen wie viele Plätze welcher Art in Reserve halten müssten. Zahlen müsse der Bund, denn es handele sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 seien bis zu 1200 Sporthallen als Notunterkünfte genutzt worden, sagte Heinz-Peter Meidinger, Chef des Deutschen Philologenverbandes, der Zeitung. In vielen Städten wurden damals auch hastig Containerwohnanlagen eingerichtet. Seit der Schließung der Fluchtroute über den Balkan 2016 und das EU-Flüchtlingsabkommen mit der Türkei ist die Zahl der Ankommenden stark gesunken. Die provisorischen Unterkünfte wurden inzwischen vielfach wieder abgebaut und auch die meisten Turnhallen geräumt.

(dpa)
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