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Steinmeier in Tokio: Druck auf Nordkorea nicht verringern

Deutschland und Japan sind enge Freunde und Verbündete. Das heißt nicht, dass es keine Meinungsunterschiede gibt. Premier Abe und Bundespräsident Steinmeier demonstrieren aber Geschlossenheit - vor allem gegenüber Nordkorea.
Begrüßung: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in Tokio. Foto: Maurizio Gambarini Begrüßung: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe in Tokio.
Tokio. 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, die Sanktionen gegen Nordkorea wegen der atomaren Bedrohung strikt anzuwenden und den Druck aufrechtzuerhalten.

„Wir sind davon überzeugt, dass der Dialog mit Nordkorea nur dann zum Ziel führen kann, wenn er mit größtmöglichem Druck durch Sanktionen verbunden bleibt”, sagte Steinmeier in Tokio bei einem Abendessen mit Japans Premierminister Shinzo Abe.

Die nukleare Bedrohung durch Nordkorea habe „dramatisch zugenommen”, sagte Steinmeier nach einem Gespräch mit Abe. „Wir müssen uns gemeinsam weiter dafür einsetzen, dass alle großen Mächte und die ganze Weltgemeinschaft in dieser Frage geschlossen zusammenstehen.” Steinmeier betonte laut Redemanuskript: „Ein nukleares Nordkorea ist auch für Deutschland eine Gefahr - und nicht nur deshalb völlig unakzeptabel.”

Deutschland und Japan hätten auch wegen ihrer wirtschaftlichen Stärke eine besondere außenpolitische Verantwortung, sagte der Bundespräsident. Sie gehörten zu den größten und innovativsten Volkswirtschaften der Welt. „Auch deshalb sind unsere beiden Länder schlichtweg auf eine stabile und regelbasierte internationale Ordnung angewiesen.”    

Gemeinsam sei Deutschland und Japan auch, dass sie sich Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie verpflichtet fühlten, sagte Steinmeier. Ebenso wie Abe, der als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump gilt, bekräftigte der Bundespräsident das gemeinsame Interesse am internationalen Freihandel. Abe sagte, Deutschland und Japan seien „Fahnenträger des freien Handels”. Am Mittwoch wird auch US-Vizepräsident Mike Pence in Tokio erwartet. 

Im kaiserlichen Palast von Tokio wird Steinmeier am Mittwoch von Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko empfangen. Danach fliegt er nach Südkorea weiter, wo er am Freitag an der Eröffnung der Olympischen Winterspiele teilnimmt. Auch Abe kommt zu diesem Anlass nach Pyeongchang. Steinmeier und der japanische Premier wünschten ihren Ländern gegenseitig viel Erfolg bei den Spielen.

(dpa)
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