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Tödlicher Unfall nach Straßen-Blockade durch Migranten

Migranten blockieren in Nordfrankreich häufig Straßen, um Lkw-Fahrer zum Anhalten zu zwingen und dann nach Großbritannien mitzureisen. Foto: Etienne Laurent/Archiv Migranten blockieren in Nordfrankreich häufig Straßen, um Lkw-Fahrer zum Anhalten zu zwingen und dann nach Großbritannien mitzureisen. Foto: Etienne Laurent/Archiv
Calais. 

Ein von Migranten errichtetes Hindernis auf einer Autobahn bei Calais hat nach Angaben der französischen Behörden einen tödlichen Unfall verursacht. Der Fahrer eines Kleintransporters mit polnischem Kennzeichen sei gestorben, teilte die zuständige Präfektur mit.

Migranten hätten in der Nacht Baumstämme auf die A16 gelegt, der Lieferwagen sei dann gegen einen der drei dadurch blockierten Lastwagen geprallt und in Flammen aufgegangen. In einem der blockierten Lastwagen wurden neun Migranten festgenommen.

In der Region um die nordfranzösische Hafenstadt Calais sammeln sich seit Jahren Menschen, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Nach einem Bericht der Regionalzeitung „La Voix du Nord” wurden seit Ende Mai wieder häufiger Straßen blockiert, um Lkw-Fahrer zum Anhalten zu zwingen. Migranten versuchen so, an Bord von Lastwagen zu kommen, die per Fähre oder durch den Eisenbahntunnel nach England unterwegs sind.

Im Oktober hatten die französischen Behörden in Calais ein riesiges Flüchtlingscamp aus Behelfsunterkünften geräumt, in dem sich mehrere Tausend Menschen aufhielten. Seitdem bemüht sich die Polizei, die Entstehung neuer Elendslager zu verhindern. Trotzdem halten sich wieder mehrere Hundert Migranten in der Region am Ärmelkanal auf.

(dpa)
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