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Bundespräsident Steinmeier: „Er hat ganzen Generationen die Welt der Literatur eröffnet: Trauer um den Schriftsteller Peter Härtling

Peter Härtling schrieb sich mit seinem Werk ins Herz von Kindern und Erwachsenen. Jetzt ist der Autor 83-jährig gestorben. „Unser Land hat einen großen Schriftsteller verloren“, sagt der Bundespräsident.
Peter Härtling ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Foto: (imago stock&people) Peter Härtling ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
Rüsselsheim. 

Der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller Peter Härtling ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Er starb am Montag nach kurzer schwerer Erkrankung in Rüsselsheim, wie eine Sprecherin des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln mitteilte.

In seiner mehr als 60-jährigen Schaffenszeit veröffentlichte Härtling viele Romane, Erzählungen, autobiografische Schriften und Kinderbücher. Zentral in Härtlings Werk ist das Thema Erinnerung. Dies bedeutete für ihn die Auseinandersetzung mit der Geschichte und der politischen Vergangenheit. 2015 erschien sein letztes Werk: „Verdi – Ein Roman in neun Fantasien“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb an die Witwe: „Unser Land hat einen großen Schriftsteller verloren. Er hatte eine Sprache für Zustände, Orte und Verhältnisse gefunden, wie sie nur selten anzutreffen ist.“ Härtling habe mit seinen Büchern „ganzen Generationen die Welt der Literatur eröffnet und vielen Menschen - jungen wie alten – Mut und Trost „für die Wanderschaft des Lebens“ gegeben“. Als großen Schriftsteller und Lyriker würdigte auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) den Verstorbenen. „Wie wenige andere hat er es geschafft, Jung und Alt für die Vielfalt der deutschen Sprache zu begeistern“, hieß es in einer Mitteilung.

Peter Härtling im Jahr 2009 am Arbeitsplatz. Rund 20 Schulen sind in Deutschland nach ihm benannt, unter anderem in Friedrichsdorf.
Schriftsteller war ein engagierter Autor Nachruf auf Peter Härtling: Ein bisschen Heimat

Peter Härtling hat noch den Krieg erlebt. Er hat früh seine Eltern verloren. Er war ein Flüchtlingskind. Mit 83 Jahren ist der beliebte Schriftsteller in Rüsselsheim nun gestorben.

clearing

Auch der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt trauerte: „Mit Peter Härtling verlieren wir einen der bedeutendsten Schriftsteller“, sagte Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis. Härtling habe „in Deutschlands kulturellem Gedächtnis“ deutliche Spuren hinterlassen.Härtling arbeitete zunächst als Journalist, bevor er 1967 Cheflektor beim S. Fischer Verlag in Frankfurt wurde. 1974 ließ er sich als freier Schriftsteller nieder. Seinen Ruf als Romanbiograf großer Künstler erwarb er mit dem 1976 erschienenen Buch „Hölderlin“.

Seine größten Fans hatte Härtling aber unter den Heranwachsenden, die den „Hirbel“ oder das Buch „Ben liebt Anna“ liebten. Rund 20 Schulen in Deutschland sind nach Peter Härtling benannt.

Einen Nachruf von Michael Kluger lesen Sie auf Seite 8

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