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Trump formulierte irreführendes Statement seines Sohnes

US-Präsident Donald Trump richtet sein Jackett im East Room im Weißen Haus in Washington. Foto: Pablo Martinez Monsivais US-Präsident Donald Trump richtet sein Jackett im East Room im Weißen Haus in Washington.
Washington. 

US-Präsident Donald Trump soll laut einem Bericht der „Washington Post” die Stellungnahme seines ältesten Sohnes zu einem umstrittenen Treffen mit einer russischen Anwältin selbst diktiert haben.

In der Erklärung hieß es, bei dem Gespräch von Donald Trump Jr. mit der Anwältin Natalja Veselnitskaja im Juni 2016 sei es nur um ein Adoptionsprogramm für russische Kinder gegangen, und dies sei zur damaligen Zeit kein Wahlkampfthema gewesen. Präsident Trump habe die irreführende Erklärung am 8. Juli auf dem Rückflug vom G20-Gipfel in Hamburg an Bord der Air Force One formuliert, berichtete die „Washington Post” unter Berufung auf Regierungskreise.

Jay Sekulow, einer von Trumps Anwälten, bezeichnete in einer Stellungnahme die Beschreibung als fehlerhaft und unangemessen. Es lägen Falschinformationen zugrunde.

Der Bericht könnte aus Sicht von Kommentatoren den US-Präsidenten in der Russland-Affäre weiter in Schwierigkeiten bringen, da er eine direkte Einmischung und Irreführung nahelege.

Trump Jr. hatte unter wachsendem Druck seinen damaligen E-Mail-Wechsel offengelegt. Daraus geht hervor, dass er dem Treffen eingewilligt hatte, weil ihm kompromittierendes Material über die Konkurrentin seines Vaters, die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, versprochen worden war.

In einer E-Mail an ihn ist von einem Versuch der russischen Regierung die Rede, dem älteren Trump zu helfen. Dies gilt als bisher deutlichstes Indiz, dass Mitglieder aus Trumps Wahlkampflager bereit gewesen sein könnten, mit Russland zusammenzuarbeiten.

Ein Sonderermittler und mehrere Kongressausschüsse untersuchen, ob es zwischen dem Trump-Lager und Moskau Absprachen gab. US-Geheimdienste beschuldigen den Kreml seit längerem, sich gezielt in den Präsidentschaftswahlkampf von 2016 eingemischt zu haben.

(dpa)
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