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Trumps Ex-Wahlkampfchef: Versuchte Beeinflussung von Zeugen?

Das kann übel werden für Paul Manafort: Sonderermittler Mueller wirft dem Ex-Wahlkampfchef von Donald Trump versuchte Einflussnahme auf Zeugen vor. Einen direkten Zusammenhang zur Russland-Affäre gibt es nicht - doch der Druck auf Manafort zur Zusammenarbeit mit Mueller wird damit noch größer.
Er hat sich wohl erwischen lassen: Paul Manafort soll aus dem Hausarrest heraus versucht haben, Zeugen zu Falschaussagen zu bewegen. Foto: Matt Rourke/AP Er hat sich wohl erwischen lassen: Paul Manafort soll aus dem Hausarrest heraus versucht haben, Zeugen zu Falschaussagen zu bewegen.
Washington. 

In der Russland-Affäre wirft Sonderermittler Robert Mueller dem Ex-Wahlkampfchef von Donald Trump, Paul Manafort, versuchte Einflussnahme auf Zeugen vor. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor.

Der 69-Jährige habe versucht, Zeugen über einen Mittelsmann und über ein verschlüsseltes Nachrichtenprogramm zu kontaktieren, heißt es darin. Er habe versucht, sie dazu zu bewegen, falsche Aussagen über ihre Lobbyarbeit zu machen, die sie auf Geheiß von Manafort machten.

Die Kontaktaufnahme erfolgte demnach von Februar bis April, als sich Manafort unter Hausarrest befand.

Er muss sich vor einem Gericht in der Bundeshauptstadt Washington unter anderem wegen krimineller Verschwörung, Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Höhe von 30 Millionen US-Dollar verantworten. Er hat auf nicht schuldig plädiert. Die Anklage hat sich aus den Ermittlungen von Mueller ergeben, die der FBI-Sonderermittler wegen der mutmaßlich russischen Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahl 2016 führt.

Manafort leitete von Juni bis August 2016 Trumps Wahlkampf. Die Klagepunkte gegen ihn haben nicht direkt damit zu tun. Sie stehen in Zusammenhang mit seiner politischen Lobbytätigkeit in Osteuropa, unter anderem für die ukrainische Regierung.

In den Gerichtsunterlagen vom Montagabend wurden die Namen der Zeugen nicht genannt. Sie sollen laut der Staatsanwaltschaft aber zu einer PR-Firma gehören. Hintergrund sind die Vorwürfe gegen Manafort, er habe eine Gruppe von europäischen Politikern dafür bezahlt, Lobbyarbeit zu machen.

Die Staatsanwaltschaft sagt, dass dies Teil einer geheimen Lobbykampagne in den USA war und Manafort sich entsprechend hätte registrieren müssen. Manafort argumentiert hingegen, dass sich die Arbeit auf die EU bezogen habe.

(dpa)
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