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Terror ängstigt die Deutschen: Unfage: Sorgen um die Sicherheit haben zugenommen

Islamistische Anschläge und politische Gewalt von rechts und links haben bei vielen Deutschen Spuren hinterlassen. Das zeigt die aktuelle Umfrage über ihre größten Sorgen.
Der Anschlag in Barcelona verängstigt viele Reisende. Sind die europäischen Metropolen noch sichere Ziele? Foto: Daniel Vil/AP/dpa Der Anschlag in Barcelona verängstigt viele Reisende. Sind die europäischen Metropolen noch sichere Ziele?
Berlin. 

Terror, Extremismus und Spannungen durch Zuwanderung bereiten den Deutschen laut einer Studie weiterhin großes Kopfzerbrechen. Insgesamt seien die meisten Ängste gegenüber dem Vorjahr aber zurückgegangen, heißt es in der diesjährigen Studie „Die Ängste der Deutschen“ im Auftrag der R+V-Versicherung, die in Berlin vorgestellt wurde.

Damit sank der allgemeine Angstindex um sechs Prozentpunkte auf 46 Prozent, sagte der Politikwissenschaftler und Leiter der Studie, Manfred Schmidt. Abgefragt wurden 20 Themen. Die Angst vor Terrorismus sank gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozentpunkte, liegt aber mit aktuell 71 Prozent weiter auf Platz eins. Knapp zwei Drittel der Befragten (62 Prozent) nannten am zweithäufigsten die Angst vor politischem Extremismus, sechs Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Auch die Angst vor Spannungen durch Zuzug von Ausländern sank um sechs Prozentpunkte auf aktuell 61 Prozent (Platz drei).

Ostdeutsche umweltbewusst

Für die Umfrage wurden in einer repräsentativen Stichprobe zwischen dem 23. Juni und dem 28. Juli knapp 2 400 Personen im Alter ab 14 Jahren persönlich befragt. Lediglich zwei Ängste belasten die Deutschen mehr als im vergangenen Jahr: Die Angst vor Schadstoffen in Nahrungsmitteln stieg um einen Prozentpunkt auf 58 Prozent (Platz fünf). Dabei erfolgte die Umfrage noch vor Bekanntwerden des Fipronil-Skandals. Die Angst vor Naturkatastrophen legte vier Prozentpunkte zu auf 56 Prozent (Platz sieben). Dafür sorgten in diesem Jahr vor allem die Ostdeutschen, die sich in der Vergangenheit weniger über „grüne“ Themen Sorgen gemacht hätten, sagte Brigitte Römstedt, bei R+V verantwortlich für die Studie.

Sorgen bereitet den Deutschen weiterhin die Schuldenkrise in einigen EU-Mitgliedstaaten, mit 58 Prozent sieben Prozentpunkte weniger als im Vorjahr und aktuell auf Platz vier der Ängste-Liste. Zwar sei auch die Angst vor einem Kontrollverlust des Staates weiterhin groß, sagte Schmidt. Die Sorge über eine Überforderung der Behörden und der Deutschen sank aber um neun Prozentpunkte, mit 57 Prozent auf Platz sechs. Mit 55 Prozent rangiert die Furcht vor Überforderung der Politiker in diesem Jahr auf Platz acht, minus zehn Prozentpunkte. Bemerkenswert sei dabei, so Schmidt, dass zum zweiten Mal in Folge diese Angst vor einer Bundestagswahl sinke. Das sei früher anders gewesen.

Leicht verbessert haben sich 2017 auch die Schulnoten, mit denen die Befragten die Arbeit der Politiker bewerten konnten – von durchschnittlich 4,2 auf 3,9. „Dennoch ist das Urteil für die politische Klasse wenig schmeichelhaft“, urteilte der Heidelberger Politologe.

Geringer als je zuvor sind die Ängste vor Arbeitslosigkeit und einer Verschlechterung der Wirtschaftslage. Mit 17 Prozentpunkten am stärksten gesunken ist die Befürchtung, dass die Arbeitslosenzahlen in Deutschland steigen könnten. Sie liegt mit 26 Prozent auf dem vorletzten Platz (19). Fast ebenso gering ist die Angst vor dem Verlust des eigenen Jobs (minus elf Prozentpunkte auf 27 Prozent, Platz 18). Die Furcht vor einem Abwärtstrend der Wirtschaft ist um 15 Prozent auf 37 Prozent abgesackt und damit ebenfalls auf Rekordtief (Platz 14).

Etwa die Hälfte der Bundesbürger (52 Prozent) hat große Angst davor, pflegebedürftig zu werden (Platz neun). Die Sorge vor steigenden Lebenshaltungskosten – viele Jahre lang auf Platz eins – liegt mit 50 Prozent nur noch auf Rang zehn. „Schlusslicht ist wie immer die Furcht vor dem Zerbrechen der Partnerschaft“, sagte Schmidt. Sie rangiert hinter allen anderen Ängsten. Seiten 2 und 3

( epd )
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